Hier geht es doch um Meinungsmache und nicht darum, über welchen Wirbelsturm wie lange berichtet wird. Egal, welches Medium konsumiert wird, es ist immer wie eine gut gefüllte Pralinenschachtel aufgebaut. Für jeden Geschmack findet sich etwas. Entscheidend ist doch die unterschwellige politische Botschaft die irgendwo untergebracht werden muß. Natürlich kann man sich irgendwo im Netz auch andere Meinungen einholen und sich so ein objektiveres Bild machen. Doch wie hoch ist der Anteil derer, die davon Gebrauch machen?
Die Aufgabe der Medien besteht (neben den Wirbelsturmnachrichten) darin, die bestehenden Machtverhältnisse zu sichern, von Wahl zu Wahl. Und da ist es eben nicht so, daß die Opfer der Medien die Munition selbst geliefert haben. Jeder noch so sauber erscheinende Politiker hat irgendwo einen schwarzen Fleck auf seiner weißen Weste und ist damit verwundbar. Und in diese Wunde stoßen alle Medien immer dann, wenn dieser Mensch nicht mehr "funktioniert" im Sinne des Systems. Das haben die Opfer gemeinsam.
Es mutet schon komisch an, wenn hier einerseits Werbung für ein freies Netz gemacht wird, andererseits die Ursachen, die dieses freie Netz so wichtig machen, als Verschwörungstheorien u.ä. abgetan werden.
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Konrad Lorenz
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Zitat von Kehrwoche im Beitrag #136
Die Aufgabe der Medien besteht (neben den Wirbelsturmnachrichten) darin, die bestehenden Machtverhältnisse zu sichern, von Wahl zu Wahl.
Zitat von Kehrwoche im Beitrag #136
Und da ist es eben nicht so, daß die Opfer der Medien die Munition selbst geliefert haben. Jeder noch so sauber erscheinende Politiker hat irgendwo einen schwarzen Fleck auf seiner weißen Weste und ist damit verwundbar. Und in diese Wunde stoßen alle Medien immer dann, wenn dieser Mensch nicht mehr "funktioniert" im Sinne des Systems. Das haben die Opfer gemeinsam.
Zitat von Kehrwoche im Beitrag #136
Es mutet schon komisch an, wenn hier einerseits Werbung für ein freies Netz gemacht wird, andererseits die Ursachen, die dieses freie Netz so wichtig machen, als Verschwörungstheorien u.ä. abgetan werden.
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Zitat von joesachse im Beitrag #137
Es sind eben meiner Meinung nach nicht die Medien, sondern diejenigen, die die Medien ausnutzen. Letztendlich waren die Drahtzieher im Fall Wulf z.B. diejenigen, die mittels anonymer Anzeigen den Stein ins Rollen gebracht haben. Vielleicht wurden auch noch die Staatsanwälte in ihre Position lanciert. Dann wurde dieser Fall zum Selbstlauf. Die Medien haben funktioniert, wie sie immer funktionieren, z.B. auch im Fall Kachelmann und anderen.
Zitat von joesachse im Beitrag #137Ich meinte es so, wie oben im fettgedruckten Satz beschrieben. Es ist egal, wer regiert, solange es nur die sind, die es immer waren.Zitat von Kehrwoche im Beitrag #136
Die Aufgabe der Medien besteht (neben den Wirbelsturmnachrichten) darin, die bestehenden Machtverhältnisse zu sichern, von Wahl zu Wahl.
Wenn Du damit die Gesellschaftsordnung meinst, dann stimme ich zu. Wenn Du damit aber die herrschenden Personen oder Parteien meinst, dann ist dem nicht so. An allen Machtänderungen waren die Medien intensiv beteiligt. Zuletzt wurde das deutlich, als Schröder mit Hilfe der BILD seine Wahlen gewonnen und später dann auch verloren hat.
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Zunächst einmal sind "die Medien" kommerzielle Unternehmen, die sich am hart umkämpften Markt der Medienindustrie behaupten müssen. Da reicht ein Blick in das Sortiment eines größeren Zeitschriftenverkaufsladens, um einen Eindruck vom Konkurrenzdruck dieser Branche zu erhalten.
Berichtet ein Medium dauerhaft falsch und einseitig interessengesteuert, wird es nur noch von dieser speziellen Klientel gekauft, die sich selbst dann auch bestätigt sieht.
Alle anderen Konsumenten werden sich abwenden.
Das Bild, die Medien 'im Westen' wären Propaganda- und Diversionszentralen der nicht näher benannten 'Monopole' stammt aus der Mottenkiste von Diktaturen, die tatsächlich selbst ein totalitäres Herrschaftssysteme mit einem wirklichen Medienmonopol installierten. Wer also mal real sehen will, was ein Medienmonopol ist, sollte sich die Medienlandschaft vom damaligen SED-Staat ansehen.
Davon ist die Medienlandschaft "im Westen" meilenweit entfernt, und jeder, der hier rumjammert sollte sagen, in welchem Lande auf dem Globus das alles so viel besser aussieht.
In den Anfängen, mal sehen wie es ausgeht, gut zu beobachten gerade in der Türkei, wo Erdogan dunkle fremde Mächte sieht, wo in Wirklichkeit oppositionelle Kräfte sein korruptes Gewirtschafte aufdecken. Immer wieder gern genommen, dann auch die 'Einmischung in Innere Angelegenheiten', wenn Diktaturen von außen, das heißt von den Diktaturschergen nicht beeinflußbare Medien, auf die Finger geklopft wird.
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http://www.jungewelt.de/m/2014/01-08/040.php Wie passt das zu dem Zitat von Joe?: "Wenn Du damit die Gesellschaftsordnung meinst, dann stimme ich zu. Wenn Du damit aber die herrschenden Personen oder Parteien meinst, dann ist dem nicht so. An allen Machtänderungen waren die Medien intensiv beteiligt. Zuletzt wurde das deutlich, als Schröder mit Hilfe der BILD seine Wahlen gewonnen und später dann auch verloren hat."
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Buhli
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@Buhli Was hat Dein Link mit dem Thema zu tun? Es gibt einen Bericht, den Politiker gerne geheimhalten möchten, zumindest bis im Parlament darüber gesprochen und evtl. abgestimmt wurde. Und es gibt andere Politiker, die diesen Bericht sofort veröffentlichen wollen. Und jetzt hat ein Whistleblower diese Vorabversion den Medien zugespielt.
Und im Gegesatz zu deinem primär politisch gefärbten Artikel in der JW machen die seriösen Medien dann auch sachliche Angaben zum Inhalt, schon vor 2 Tagen:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziale...e-a-942078.html
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Du willst uns aber jetzt nicht etwa weiss machen, daß da keine politisch motivierte Korruption dahinter steckt. Es waren ja überhaupt keine Politiker involviert.
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Der Untersuchungsausschuß im Hamburger Stadtparlament sind also keine Politiker???????????????????????????
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Ich hätte mich wohl noch etwas sarkastischer ausdrücken sollen.
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Buhli
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Die Medienmacher in ihren Redaktionsstuben glauben (!) ja daran, keine Spitzel in ihren Reihen zu haben. Der link belegt da was anderes. http://www.heise.de/tp/artikel/40/40722/
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Der Link "belegt" dass im Amerikahaus in München eine ganz interessante Veranstaltung statt finden wird.
Schlawine
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Harald Zindler, dt. Umweltaktivist, 1981 Mitbegründer Greenpeace Deutschland
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Die "Rangliste der Pressefreiheit 2013" sieht Deutschland an Platz 17 in der Spitzenkategorie "Gute Lage" unter den erste 21 Staaten zusammen mit beispielsweise Finnland, Norwegen und Schweden.
Dann folgen die Länder "Zufriedenstellende Lage" von Platz 22 bis 53, z.B. Frankreich und Japan.
Dann die Länder "Erkennbare Probleme" von 55 bis 124, z.B. Kroatien und Brasilien.
Dann die Länder "Schwierige Lage" von 125 bis 160, z.B. Russland, Türkei und Ägypten.
Dann die Schluß-Länder "Sehr ernste Lage" von 161 bis 179, z.B. Kuba, Vietnam und China.
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Wenn im Report Mainz alles sauber berichtet worden wäre, wäre dieser Link bestimmt hinfällig. http://www.jungewelt.de/2014/01-15/050.php Man könnte annehmen, dass Herr Knabe sein "Wissen" eingebracht hat.
Schlawine, ist das alles was Du aus dem "heise" Link lesen konntest? Spricht eher für oberflächliches lesen.
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@Buhli Man könnte annehmen, Du und die Autoren des Artikels in der JW haben nie in der DDR gelebt. Der "freiwillige Zwang" war doch allgegenwärtig, schon im normalen Leben konnte das Versagen "freiwilliger" Tätigkeiten Nachteile mit sich bringen, das ist es für mich völlig nachvollziehbar, dass dies im Knast noch dramatischer war.
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