Smithie, auch in der DDR gab es eine Menge armer Rentner. Die Mieten für die Bruchbuden waren allerdings sehr gering und die Grundnahrungsmittel auch immer bezahlbar, so dass auch die Rente für ein relativ sorgenfreies Leben reichen konnte. Aus heutiger Sicht war die Rente in der DDR nicht viel mehr als eine Grundsicherung, die nur Dank der hohen Subventionen für Wohnen und Grundnahrungsmittel überhaupt funktionierte.
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Das ist richtig, jedoch ist in meinen Augen dieser soziale Abstieg heutzutage richtig krass. In der DDR gab es ohne Frage Unterschiede, jedoch ist die Schere so extrem auseinander gegangen, dass es fast nur noch Extreme in die eine oder andere Richtung geht.
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In der DDR war von Ausnahmen abgesehen die Rente für die allermeisten Rentner zwischen 300 und 500 Mark, und zwar egal, wie viel Du früher eingezahlt hast. Der DDR-Rentner ohne Ersparnisse war aus heutiger Sicht betrachtet arm (glücklicherweise hat man das früher anders wahrgenommen).
Hier mal ein Link zur Super Illu, die wirklich nicht dadurch auffällt, dass sie die DDR schlecht redet:
http://www.superillu.de/der-grosse-ratge...wirklich-lebten
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Ich machte ausnahmsweise den Link mal auf, da ich solche Boulevarderzeugnisse nicht konsumiere.
Was sagt mir dieser Artikel für die heutige Zeit und zukünftige Zeiten für ganz Deutschland, ohne Reiche und Privilegierte zu meinen: Alles schon mal dagewesen.
Die Sehnsucht reist weit durch's Universum bis in die Unendlichkeit.
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Oder anders ausgedrückt: Die Rentner konnten schon immer zufrieden sein, wenn sie was zu beissen und ein Dach übern Kopf hatten....
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Eben. Die sollen ja auch gar nicht mehr so lange machen.
Es sei den, sie arbeiten ehrenamtlich und unentgeltlich
an der Weitergabe ihres Erfahrungsschatzes an die junge Generation.
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Zitat von joesachse im Beitrag #826
Smithie, auch in der DDR gab es eine Menge armer Rentner. Die Mieten für die Bruchbuden waren allerdings sehr gering und die Grundnahrungsmittel auch immer bezahlbar, so dass auch die Rente für ein relativ sorgenfreies Leben reichen konnte. Aus heutiger Sicht war die Rente in der DDR nicht viel mehr als eine Grundsicherung, die nur Dank der hohen Subventionen für Wohnen und Grundnahrungsmittel überhaupt funktionierte.
vorwärts immer, rückwärts nimmer
E.H.
Zitat von altberlin im Beitrag #832
Die Mieten waren auch in guten Wohnungen sehr gering, falls du das vergessen haben solltest. Für Rentner durchaus bezahlbar,
sogar in Ostberlin.
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Zitat
Aber ein Rentner musste schon in einer der Großstädte mit mit großen Neubauprojekten wohnen und Beziehungen haben, um aus einem zerfallenden Altbau in so eine schicke Neubauwohnung zu kommen.
Was wieder typisch ist für deine Sichtweise, was nichts sein darf gibt es auch nicht.
Ich kanne durchaus andere Beispiele, ohne große Neubauprojekte und ohne Beziehungen.
Und nicht nur in Berlin !
Und ohne akademische Ausbildung, falls das auch noch ein Argument für eine Wohnungszuteilung sein sollte.
Aber bleib in deinem Glauben, DDR war eben schlecht.
vorwärts immer, rückwärts nimmer
E.H.
Zitat von altberlin im Beitrag #834
Ich kanne durchaus andere Beispiele, ohne große Neubauprojekte und ohne Beziehungen.
Zitat von altberlin im Beitrag #834
Aber bleib in deinem Glauben, DDR war eben schlecht.
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Ich komme ja selbst aus ziemlich, sagen wir mal, prekären Wohnverhältnissen.
Auch meine Oma, die im gleichen Grundstück, aber im eher spöttisch als "Seitengebäude" bezeichneten
Hinterhaus wohnte, in einer kleine Bude, mit zwei Eingangstüren und dem Schlafzimmer als Durchgangszimmer.
Knaller war die Gemeinschaftstoilette um EG.
Klar, ihre Miete war winzig, dafür ging jede Menge für die "Hausbrandversorgung" drauf.
Sie verdiente sich noch mit über 70 mit Schreibarbeiten was dazu. Meine Mutter brachte die "Manuskrpte" nachmittags von der Arbeit mit,
und nahm morgens das erledigte vom Vortag mit. Tagsüber klapperte weithin hörbar die Schreibmaschine, der ich meine ersten
Lese- und Schreibkenntnisse verdanke.
Nur durch diesen kleinen Zuverdienst konnte sie ab und an ( wenn es die Gesundheit zuließ ) einen kleinen Urlaub machen
und auch ihrem Enkel hin und wieder mal was zustecken.
Ein hübscher Nebenverdienst für mich war das beinah tägliche Kohlen-hochholen für die anderen alten Leutchen im Haus,
wobei einige davon nicht nur aus heutiger Sicht bedauernswerte Existenzen waren.
Krieg er- und überlebt, gearbeitet bis es nicht mehr ging, und dann in so einer Bude mehr oder weniger weggesperrt.
Nur dem beharrlichen Treiben meiner Mutter ist es zu verdanken, daß wenigstens das Dach dicht blieb und Wasser- und Stromversorgung, Treppenlicht
usw. instandgehalten wurde.
Heute sieht man davon nichts mehr, sowohl unser Haus als auch der Rest der Strasse wurde komplett "niedergelegt",
nur der Birnen- und der Lindenbaum des Grundstücks zeugen noch davon, daß da mal mehr war als nur Gestrüpp.
Allerdings habe ich mich als Kind in diesem Viertel wahrscheinlich seines morbiden Charmes wegen immer recht wohl gefühlt,
trotzdem gelang es mir, wieder dank des beharrlichen Treibens und einiger Trickserein meiner Mutter, mit 22 meine eigene "Platte "
zu beziehen. Dann kam die Familie jedes Wochenende - zum Baden.
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Zitat von joesachse im Beitrag #835
Wieder diese völlig unsinnige Verallgemeinerung von Dir. Offenbar sind Deine Vorurteile mir gegenüber so weit, dass es völlig egal ist was ich schreibe.
Zitat
Manchmal könnte man meinen, dass Du in der DDR vor allen Problemen die Augen verschlossen hast, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Natürlich hatte man mit so einer Einstellung keine Konflikte mit der Staatsmacht. Vielleicht aber hattest Du auch einfach als selbstständiger Handwerker das dafür notwendige Beziehungsgeflecht und warst auf diese Art und Weise ins System integriert,
Ich habe keine Augen verschlossen vor Problemen, aber auch nicht vor Fortschritten.
Deine Bemerkung zur Staatsmacht, bei manch Usern würde ich jetzt antworten, daß ich es ihrer Dummheit zuschreibe, aber
du bist ja Akademiker...
Beziehungen brauchte ich nicht, auch nicht beim Chemiehandel Frankfurt/O.
Ein Tütchen Kaffee und ein parr nette Worte wirkten Wunder.
Zitat
Die verfallenen Straßenzüge der Dresdener Neustadt haben sich mir jedenfalls massiv ins Gedächtnis eingeprägt, auch weil dort Freunde wohnten.
Wenn du weiter keine Erinnerungen hast an die DDR, traurig.
Ich habe auch einige Jahre im runtergewirtschafteten Altbau gewohnt, in Bln.-Friedrichshain.
Jährlich 2-3 Rohrbrüche, das Bad habe ich dann nicht mehr renoviert.
Dann kam die 4-Raum-AWG-Wohnung, man mußte schon etwas tun dafür. OHNE Beziehungen und OHNE Parteibuch !
Daß es auch vorwärts ging, ist nicht von der Hand zu weisen.
Im Übrigen gibt es genug Publikationen zur DDR, erschienen erst nach der Wende.
vorwärts immer, rückwärts nimmer
E.H.
Übrigens, eins noch, weil ja nur die DDR so schlecht war.
Meine verstorbene Großtante in Westberlin, Beamte mit sehr gutem Einkommen beim Bezirksamt Wedding,
wohnte bis Mitte der 1970-er Jahre in einer "Kochstube", ein Zimmer ohne Flur, Doppeltür zum Treppenhaus,
Wasseranschluß und Gasanschluß war vorhanden, Ofenheizung, WC eineinhalb Etagen höher, kein Bad !
Soviel zum goldenen Westen, falls du denkst, dort war alles besser.
Erst danach bekam sie eine Einzimmerwohnung mit Fernheizung, Balkon und Bad.
Ich habe nach der Wende in Westberlin in Wohnungen gearbeitet, erstaunlich, daß die überhaupt noch Mieter fanden.
Ich wäre dann lieber im Friedrichshain geblieben.
Bruchbude wäre noch geschmeichelt.
vorwärts immer, rückwärts nimmer
E.H.
Anmerkung: Ich hoffe, meine Diskussion mit alberlin ist wenigstens für einige Leser hier interessant und unterhaltsam (auch wenn sie mit dem ursprünglichen Thema wenig zu tun hat)
Irgendwie haben mich die letzten Beiträge von Altberlin auch nicht mehr genervt, sondern höchstens noch etwas an Rumpelstilzchen erinnert. Liegt bestimmt am erholsamen Tag der Arbeit...
Zitat von altberlin im Beitrag #837
Vorurteile nicht, aber deine einseitige Verherrlichung der BRD läßt mich schon nachdenklich werden.
Zitat von altberlin im Beitrag #837
Deine Bemerkung zur Staatsmacht, bei manch Usern würde ich jetzt antworten, daß ich es ihrer Dummheit zuschreibe, aber
du bist ja Akademiker...
Zitat von altberlin im Beitrag #837
Wenn du weiter keine Erinnerungen hast an die DDR, traurig.
Zitat von altberlin im Beitrag #838
Übrigens, eins noch, weil ja nur die DDR so schlecht war.
Alle Lebewesen außer den Menschen wissen, dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen.
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Mensch Joe."Wäre mal historisch interessant zu erfahren, mit welchen Begründungen diese Rentner in eine Neubauwohnungen ziehen konnten." Muß es dazu etwa eine geben? Das ist für mich so ein Beispiel wo Politik hineininterpretiert wird, obwohl es gar keinen Grund dafür gibt. Ich habe von 84-90 Neubauwohnungen gebaut. Davon jede Menge 1-2 Zimmerwohnungen. Da müssen die in der schlechten DDR ja für Familien gewesen sein. Für wen dann die 3-4Zimmerwohnungenen? Historische Begründung? Na nur für die Staatsbediensteten, wie Stasi oder Polizei. Ist die Antwort befriedigend? Zumindest passt sie ins Bild welches Du über die DDR zeichnest.. Da sich ja auch die Wurfhandgranaten im Sportunterricht bei Dir fest eingebrannt haben,wirst Du zeitlebens daran glauben, dass die bis zum Ende der DDR verwendet wurden. Stell Dir vor, die sind schon eher aus dem Verkehr gezogen worden. Ne historische Begründung liefere ich aber nicht.
ja altberlin, die Scheuklappen scheinen bei unserm Joe doch vorhanden zu sein. Ist aber schön, dass noch jemand die DDR schönredet.
Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
Buhli
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