Zitat von joesachse im Beitrag #195Zitat von igorsubotnik im Beitrag #187
Also welche Aufgabe könnte der stets anwesende Stasi-Spitezl bei einer offiziellen NVA-Musterung gehabt haben? Habe ich jetzt die Frage verständlich formuliert?
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Zitat von altberlin im Beitrag #189Zitat von igorsubotnik im Beitrag #185
Die Bewohner ganzer Dörfer wurden mit Drohungen und Terror angewiesen, Jagd auf Flüchtlinge zu machen und konnten sich dabei ein Zubrot verdienen, gejagt wurden natürlich nur die 'Mörder' und 'Diebe', den andere kämen niemals auf die Idee, den Arbeiter- und Bauernstaat zu verlassen:
Was komplette Quatsch ist. Ja, es gab Grenzhelfer, aber niemand verbreitete Drohungen und Terror.
Zitat
Weite Bevölkerungskreise waren integriert in ein Grenzsicherheitssystem und waren über Jahrzehnte hinweg beeinflußt durch Angst, durch Terror
Vielleicht solltest du dich bei diesem ehemaligen DDR-Bewohner sachkundig machen.
http://www.spiegel.tv/filme/zivile-grenzhelfer/ ab 1:21
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Genosse igorsubotnik, ich muß mich nicht bei einem Wichtigtuer kundig machen, sondern kenne die Verhältnisse von damals.
Sagt die Mödlareuth was ? Sicher. War ja Propagandaort der Westmedien.
Und genau dort war ich stationiert, kannte Menschen aus Mödlareuth Ost, Gebersreuth, Straßenreuth, Juchhöh.
All diese Orte gehörten zum Abschnitt. Und du willst mir mit einem Spiegel-Beitrag irgend etwas beibringen. Da mußt du schon andere Dinge
ins Feld führen als den Spiegel.
Du machst dich lächerlich, wenn du Augen- und Zeitzeugen, die unmittelbar dabei waren, belehren willst.
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E.H.
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Zitat von BesserWessi0815 im Beitrag #199
...war ...die Mauer... eigentlich verheiratet oder ledig
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Zitat von Gogelmosch im Beitrag #193
Am Anfang gibt es einige Kilometer Spergebiet, nur mit Passierschein zu betreten, aber leicht zu umgehen. Dann folgte ein 2 Meter geharkter Kontrollstreifen aus Sand (K2 genannt) vor dem Signalzaun 2 Meter hoch mit Signaldrähten unter Schwachstrom. Nun gab es je nach Gegend 500-1000 Meter Grenzland mit Wald,Feld und Wiese. Nun kam der Kolonnenweg für Fahrzeuge und Wachtürme im Abstand von ca.1 km, dazwischen die Grenzposten. Anschließend war der Kfz-Sperrgraben gefolgt vom K6 (wieder Kontrollstreifen 6 Meter geharkt) und der 3 Meter hoher Maschendrahtzaun. Selbstschußanlagen wurden Mitte der 80er Jahre vollständig entfernt und Mininfelder, die sich teilweise im K6 befanden, auch. Innerhalb dieses Abschnittes gab es noch Hunde an einer Laufleine und durch Stolperdraht auslösende Warnschußanlagen.
Bei dunkler Nacht ist gezieltes Feuer auf Beine einer sich bewegenden Person unmöglich, weil man zittert und die beschossene Person sich duckt, somit wird der Körper getroffen. Grenzer waren nur mit der Absicht an der Grenze, heil nach Hause zu kommen und nie einen Flüchtenden zu treffen.
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Zitat von Buhli im Beitrag #194
Zitat igorsubotnik:" welche Aufgabe könnte der stets anwesende Stasi-Spitezl bei einer offiziellen NVA-Musterung gehabt haben? Habe ich jetzt die Frage verständlich formuliert?" Vielleicht kannst Du Dir die Antworten Zollkontrolle holen. Flughäfen werden da oft genutzt. Da sind auch stets NSA Leute anwesend. Die geben so manche "Empfehlung" zu den Einreisen in die USA. War da nicht was mit einem kritischen Journalisten, der von Brasilien in die USA reisen wollte? Der Zoll soll den "Empfehlungen" 2013 über 1000 mal nachgekommen sein. Lass das Geheul um die Sieberei. Bringt uns alle nicht so recht weiter. Es wird auch damals nicht nur ein Supermotiv gegeben haben.
Altberlin, der Schießbefehl, der an der Grenze galt, war und ist international anerkannt und gilt noch immer. Der galt übrigens auch für andere zu bewachende Objekte. Z.B. Kasernen. Man sollte sich allerdings schon etwas näher damit beschäftigen, bevor man Zeug vom Stapel lässt, was unser igorsubotnik als "nicht Zielführend" bezeichnet.
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Zitat von altberlin im Beitrag #198
Und genau dort war ich stationiert, kannte Menschen aus Mödlareuth Ost, Gebersreuth, Straßenreuth, Juchhöh.
All diese Orte gehörten zum Abschnitt.
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Kurz was zu Deinem Stasispitzel im WKK:
Die Hauptabteilung I war für die geheimdienstliche Überwachung der Nationalen Volksarmee (NVA) und der Grenztruppen der DDR zuständig. Innerhalb der Armee war sie als „Verwaltung 2000“ bekannt. Mit Einführung der Wehrpflicht 1962 geriet nahezu jeder männliche Bürger der DDR in die Zuständigkeit der HA I, denn bereits bei der Musterung der Wehrpflichtigen war das MfS durch einen Mitarbeiter offiziell vertreten. Die Mitarbeiter der HA I waren in den Dienststellen, Verbänden, Truppenteilen und Einheiten der NVA und der Grenztruppen mit dem Ziel tätig, diese umfassend gegen „innere und äußere Feinde“ abzusichern. Dies beinhaltete auch die ständige Analyse des eigenen Personalbestandes, z.B. durch Sicherheitsüberprüfungen, vor allem in besonders sensiblen Bereichen und unter den Grenzsoldaten. Insbesondere Fahnenfluchten und Verratsdelikte sollten durch den Einsatz von Inoffiziellen Mitarbeitern(IM) verhindert werden. Andernfalls wurden bei derartigen Vorkommnissen entsprechende Untersuchungen durch die HA I eingeleitet; sämtliche Fahnenfluchten wurden beispielsweise ab 1982 im zentralen Operativen Vorgang „Verräter“ bearbeitet. Die HA I war zudem verantwortlich für den militärischen Geheimnisschutz. Das „Eindringen“ westlicher Geheimdienste sollte sie ebenso verhindern wie Sabotage und Diebstahl. Umgekehrt war die HA I auch für die eigene Spionagetätigkeit in den westlichen Streitkräften (Bundeswehr und NATO) zuständig („Armeeaufklärung“).
Quelle: Runde Ecke Leipzig
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Michaka, solange Du so Linientreu wie bisher auftrittst, wirst Du auch weiterhin die USA besuchen dürfen.
Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
Buhli
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@ Buhli!
Du meinst sicher, bei der Einreise in die USA, die Homeland Security.
Der Zoll ist sehr unauffällig.
__________________________________________________
Man sollte sich das Gemüt eines Stuhles zu legen, der muss auch mit jedem Arsch klarkommen!
Zitat von michaka13 im Beitrag #203
Meine Güte. Wenn ich das so lese, kommt mir dieses System DDR immer abartiger vor.
Zitat
Man kann es drehen und wenden wie man will, Brecht stand eben nicht auf der Seite der Regierung, sondern tatsächlich auf der Seite der aufständischen Arbeiter. In der "Welt" fand ich am 8.9.59 den folgenden Bericht eines DDR-Flüchtlings:
"Nach dem Arbeiteraufstand am 17. Juni hatte die Regierung viel Mühe, eine offizielle plausible Erklärung der kompromittierenden Ereignisse zu finden. Sie ließ sich sogleich beraten. Auf einer der historischen Sitzungen mit der Akademie der Künste und dem Kulturbund bekam sie den originellen Einfall, den Aufstand als einen faschistischen Putschversuch zu bezeichnen, auf den das Volk wie eine dumme Hammelherde hereingefallen sei.
Da erhob sich Bertolt Brecht und sagte ...: 'Ich habe eine Resolution vorzuschlagen. Da sich herausgestellt hat, daß unser Volk eine dumme Hammelherde ist, empfehlen wir der Regierung, sich ein anderes Volk zu wählen."
Aus diesem 'Vorschlag' entstand später ein Gedicht, das sich in Brechts Nachlaß gefunden hat, es wurde zum erstenmal, an unbedeutender Stelle in der "Welt" vom 9.12.59, veröffentlicht:
"Die Lösung
Nach dem Aufstand des 17. Juni
ließ der Sekretär des Schriftstellerverbandes
in der Stalinallee Flugblätter verteilen,
auf denen zu lesen war, daß das Volk
das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
und es nur durch verdoppelte Arbeit
zurückerobern könne. Wäre es da
nicht einfacher, die Regierung
löste das Volk auf
und wählte ein anderes?"
Dass das 'führende' SED-Gesindel des Stalinisten Ulbricht nur ein ilegitimer Haufen von Hilfsrussen war, konnte er so deutlich nicht sagen. Schließlich lebte es sich auch in der Zone in Buckow als privilegierter West-Dauerbesucher mit jederzeitiger Ausreisemöglichkeit ganz gut als österreichischer Staatsbürger mit Westkonto, aufgefüllt mit Zuwendungen aus dem Lenin-Friedenspreis.
http://www.burkhard-leuschner.de/lit/brecht.htm
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Wega,es gibt da so komische Journalisten, wie Jürgen Roth oder Daniela Dahn, die bei ihren Recherchen etwas anderes entdeckten, und in ihren Büchern niedergeschrieben haben. Sozusagen Investigativ. Da kam zum Ausdruck, dass der deutsche Zoll von der NSA die "Empfehlungen" bekommt. Richtig ist auch, dass der Zoll kaum auffällt.
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Buhli
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