Zitat von altberlin im Beitrag #101
Zweiter Grund ist, im Westen war es von Anfang an üblich, privat zu wirtschaften, sich selbständig zu machen, etwas zu erreichen. Das wurde erkannt und
anerkannt.
Jede Geschichte hat vier Seiten. Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich passiert ist.(Bruce Sterling)
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Ich sehe das ähnlich. Ich denke, dass viele Ossis im Zuge der Wende erlebt haben, wie mit ihnen umgegangen wurde - Stichwort: Treuhand, Heuschrecken aus dem Westen usw. und auch heute noch umgegangen wird. Wenn gegen den Mindestlohn Sturm gelaufen wird - und dem Ossi quasi gesagt wird, dass er den Mindestlohn nicht "verdiene" und im gleichen Atemzug ein dicker neuer Firmenwagen kommt - dann kann man es Niemandem verübeln, wenn der "böse Kapitalist" angeprangert wird.
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Wenn der Kapitalist nun 40 Euro die Stunde zahlt , ist er dann immer noch der böse Kapitalist ? Ab welchen Stundenlohn wird denn aus den bösen ein guter Kapitalist ?
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Vom Gefühl her würde ich sagen, jeder der jemanden in einer Vollzeitstelle derart bezahlt, daß dieser nicht davon leben kann und aufstocken muß, gehört zu den "bösen". Hier basiert das Geschäftsmodell offensichtlich darauf, daß man Hungerlöhne zahlt (sich quasi als Unternehmer vom Staat über den Umweg des Aufstockersystems subventionieren lässt) und das sollte nicht erlaubt sein. Die genaue Grenze kenne ich nicht, aber die wurde ja vom Gesetzgeber festgelegt.
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Richtig, wurde auch Zeit, dass es festgelegt wird, weil mit der Logik Mancher, die meinen "tja, wo sollte man die Grenze denn festlegen" sei auch 5-6 € wohl "angemessen" weil das ist ja alles relativ ...
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Guter Kapitalist - schlechter Kapitalist? Es kommt auf die Chemie an, die zwischen
AN und AG herrscht. Was nützt mir 30.- im Monat, wenn der AG nur rumzunölen hat und
damit praktisch Unfrieden in die Bude bringt? Da würde ich lieber bei einem arbeiten,
der mir nur 12.- zahlt, aber dafür was für seine AN übrig hat.
Einen Mindestlohn von mindestens 15.- halte ich für angemessen, da eine schleichende
Inflation hier Einzug gehalten hat. Alles wird teurer und schaukelt sich noch weiter
höher.
Wer sagt: „Hier herrscht Freiheit“, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht!
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Der festgelegte Mindestens muss ohnehin jährlich um die statistisch festgestellte
Teuerungsrate korrigiert werden. Müsste.
Vorbeugen ist besser als nach hinten fallen.
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Zitat von Ilrak im Beitrag #112
Der festgelegte Mindestens muss ohnehin jährlich um die statistisch festgestellte
Teuerungsrate korrigiert werden. Müsste.
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140905wegewerk_dgb_milo-ausnahmen.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Ein Hartzer bekommt kaum den Mindestlohn, da er nach 6 Monaten gefeuert wird.
Bgründung: Er ist für diesen oder jenen Job ungeeignet.
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Der Mindestlohn ist da sicher am allerwenigsten ein Grund. Wenn jemand seinen Job gut macht und das Unternehmen ihn benötigt, dann wäre es unsinnig, so jemanden nach 6 Monaten nur wegen des Mindestlohnes wieder zu entlassen. Die Suche eines Nachfolgers und dessen Einarbeitung ist da meistens teuerer.
Deine Theorie gilt nur für Jobs, die jemand nach wenigen Tagen Einarbeitung effektiv machen kann und wofür er keine spezielle Ausbildung benötigt.
Und auch da wird jemand, der seinen Job gut macht, kaum einfach so ersetzt werden.
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Mensch Joe, das war aber nun mehr als naiv. Was meinst Du wer auf der Strecke bleibt, wenn Moral gegen Geld antritt? Das das nicht unbedingt mit dem Mindestlohn zusammen hängen muss, ist allerdings auch wahr.
Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
Buhli
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Die Argumentation von JoeSachse ist vollkommen nachvollziehbar, aber es wird schwarze Schafe geben, die es mit allen Mitteln umgehen wollen und ich hoffe, dass die sich dermaßen in Nesseln setzen, dass ihnen die Arbeitskräfte weglaufen !!
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Zitat von Gogelmosch im Beitrag #111
Guter Kapitalist - schlechter Kapitalist? Es kommt auf die Chemie an, die zwischen
AN und AG herrscht. Was nützt mir 30.- im Monat, wenn der AG nur rumzunölen hat und
damit praktisch Unfrieden in die Bude bringt? Da würde ich lieber bei einem arbeiten,
der mir nur 12.- zahlt, aber dafür was für seine AN übrig hat.
Einen Mindestlohn von mindestens 15.- halte ich für angemessen, da eine schleichende
Inflation hier Einzug gehalten hat. Alles wird teurer und schaukelt sich noch weiter
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Smithie, das schon nachvollziehbar. In der Praxis haben aber genau die,die Ausnahmen durchgedrückt haben, bewiesen, dass denen kaum jemand davon rennt . Vielleicht ist das auch eine Antwort auf Joes Frage, wozu die vielen Ausnahmen, in Gesetzen dienen. Das Erziehungsmodell "Arbeitsplatz" wirkt da richtig nachhaltig. Ein Glück, dass es kein Recht auf einen Arbeitsplatz mehr gibt. Gestern bei der MI, gab Sinn im Zusammenhang mit dem Mindestlohn, reichlich Sinnfreies von sich. Der will immer noch, dass die "Unternehmen" mit Aufstockern existieren. Für unsere Klartextversteher war da allerdings nicht viel zu verstehen. Das kam nur als Botschaft zwischen den"Zeilen".
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Buhli
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Danke für den Tipp. Muss ich mir mal anschauen. Der Herr Sinn ist sowieso nicht von Sinnen.
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