dann laß dir den Wein schmecken, und obacht, wenn die Sterne anfangen, sich zu drehen, liegt das nicht an der Erddrehung.
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dann laß dir den Wein schmecken, und obacht, wenn die Sterne anfangen, sich zu drehen, liegt das nicht an der Erddrehung.
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Mache ich auf jeden Fall, getreu dem Satz "Wer nicht geniesst, ist ungeniessbar..."
Langsam wird es kühler, habe eben noch Fledermäuse beobachtet, wie sie fast im rechten Winkel ihre Flugbahn ändern, ist immer wieder beeindrucken. Werde jetzt mal meinen Platz auf der Terrasse räumen...
Schönen Abend noch
JoeSachse
Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken. (Goethe)
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He Joe in welcher alten Burg lebst du denn? Fledermäuse haben wir keine!!
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Ich wohne so richtig auf dem Dorf. Der Kirchturm ist maximal 80 m Luftlinie entfernt und in der Nachbarschaft gibt es ein paar solide gebaute Scheunen, mit Steinmauern und hohen Holzdächern. Die Dächer wurden mit Wellblech abgedichtet, ein paar Löcher im Mauerwerk unterhalb des Giebels wurden offen gelassen. Wir hatten hier vor ein paar Jahren sogar mal ein Paar Schleiereulen, wenn die in der Abenddämmerung zur Jagd losgezogen und nahezu lautlos über meiner Terasse geglitten sind, das war beeindruckend schön.
Gruß
JoeSachse
Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken. (Goethe)
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Und wieder mal ein paar Worte zu einem spannenden Tropfen in meinem Glas. Diesmal ist es ein 2005er Castel del Monte Bolonero von Torrevento, einem interessanten Weinerzeuger aus dem Norden Apuliens. Denen habe ich vor etwa drei Jahren die Entdeckung einer mir bis dahin unbekannten, aber sehr schmackhaften und interessanten Rebsorte zu verdanken: Nero di Troja, ein samtiger fruchtiger süffiger gehaltvoller spannender Wein. Beim Belnero sind davon 70% drin, die restlichen 30 % sind Aglianico, eine eher wilde kräuterhafte sehr intensive Traube. Die Brombeer- und Kirscharomen im Belnero werden ergänzt durch einen Hauch Lakritze und etwas von südländischen Kräutern, auf der Zunge ist der Wein herrlich schmeichelnd und samtig, und dann hat er noch eine beeindruckenden Länge. Wenn der Wein den Mund schon lange verlassen hat kommt noch mal eine Aromenexplosion, so als hätte man eben ein gutes Stückchen nicht so süßer Lakritze gegessen. Und dieser Tropfen kostet im aktuellen Jahrgang 2009 nicht einmal 5€. Für mich wieder Beweis, dass die Qualität eines Weines nur bedingt was mit dem Preis zu tun hat. Ab etwa 5€ pro Flasche kann man ganz exzellente Weine machen, aber der Unterschied zwischen einem Wein für 10€ und einem für 50€ liegt oft nur im Marketing.
Und jetzt noch ein Schluck.,..
Gruß
JoeSachse
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Nachdem ich heute gearbeitet habe und an meinen Beiträgen für die nächsten Ausgaben eines Sammelwerkes zum Thema "Medizintechnik und IT" gefeilt habe, muss jetzt wieder mal ein leckerer Tropfen sein.
Heute ist es ein Barbera d'Alba Superiore von 2007 von der Kellerei Terre del Barolo aus dem Piemont. Ein wunderschöner, nicht zu komplizierter Alltagwein, der zu vielen Speisen passt, aber auch das Schreiben hier im Forum begleiten kann. Der Duft nach Brombeeren und Kirschen setzt sich am Gaumen in einer wunderbaren Fruchtigkeit fort, man schmeckt einige rote Früchte wie saftige Kirschen und rote Johannisbeeren, dazu ein ganz leichtes Tannin, gerade soviel, um auf der Zunge die nötige Cremigkeit zu bieten und für einen ordentlichen Abgang zu sorgen. Ein dichter, vollmundiger und süffiger Wein zu einem unschlagbaren Preis von nicht einmal 6 Euro. Da macht das Leben Spaß. (und auch mancher Beitrag hier im Forum ist damit leichter zu ertragen)
Gruß
JoeSachse
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Zitat von joesachse
(und auch mancher Beitrag hier im Forum ist damit leichter zu ertragen)
Soweit ist es nun schon gekommen
Laß ihn dir trotzdem schmecken.
Danke, altberlin, ich lasse mir den Wein schmecken. Meine Frau und meine Tochter sind heute zum "Frauenabend" auf dem Weindorf in Stuttgart, da geniesse ich die Ruhe und diesen leckeren Tropfen. Dieser Wein gehört auch zu der Sorte Wein, die ich gerne als "Philosophenwein" bezeichne. Über die Reize der Geschmacksnerven und deren Verarbeitung wird das Gehirn angeregt und man kann dann mit Freunden wunderbare philosophische Diskussionen führen. Ich schreibe nebenbei weiter an meinen Artikeln und merke, wie die Sätze geradezu hervorsprudeln. Werde aber sicher morgen die Rechtschreibung noch mal genauer prüfen müssen
Schönen Abend noch
JoeSachse
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Heute habe ich wieder einmal einen Philosophenwein im Glas, einfach ein umwerfendes und spannendes und interessanten Schlückchen. Ein guter Freund hat mir zum Geburtstag einen Barbaresco Bricco Asili von Ceretto schenkt. Dieser Wein ist aus dem Jahre 1995!!! Ich hatte etwas mit dem längeren Korken zu kämpfen, habe aber jetzt einen absoluten Hochgenuss im Glas. Der Wein besticht schon im Duft durch eine unglaubliche Intensität und Aromenvielfalt. Man glubt ein Gemisch aus frischen dunklen Früchten wie Sauerkirschen und Brombeeren im Glas zu haben, dazu der Duft von saftigen Backpflaumen und schließlich Kräuter etwas Lakritze und dann etwas Holz. Und dann der erste Schluck: Eine unglaubliche fruchtige Frische, nach 16 Jahren, dazu ein samtiger Schmelz, der sich auf die Zunge legt und die heftige Aromenexplosion. Alles was im Duft angedeuted wurde, setzt sich mit hoher Intensität auf der Zunge fort. An allen Stellen der Zunge gleichzeitig spielen die Geschmacksnerven verrückt und schmecken mal Früchte, mal Lakritze, mal Kräuter...
Und dieses Erlebnis bleibt noch minutenlang im Mund und am Gaumen, nachdem der Wein bereits den Mund wieder verlassen hat. Zunächst der intensive fruchtige Nachgeschmack, der dann sanft in Lakritze übergeht, dazu der nachlassende Samt auf der Zunge, den dann ganz filigrane Vanille-Aromen entsteigen, einfach ein ganz toller Wein.
Sicherlich kein einfacher Tropfen, eher sehr komplex. Aber ein Wein, der Schluck für Schluck Spaß macht.
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@peppe: Ich antworte auf die frage nach meinem Weinkeller mal hier, da gehört das eher hin.
Ich habe im Keller einen alten Schlafzimmerschrank zum Weinschrank umgebaut(gekauft für die erste Wohnung mit dem Ehekredit, der dann auf die schönste Art der Welt zurückgezahlt wurde).
Da lagern immer so zwischen 100 und 150 Flaschen, also etwa mein Jahresbedarf. Davon sind die Hälfte Italiener, 30% regionale Tropfen und der Rest aus der Welt, meist Europa, ganz wenig Übersee, unter anderem immer ein paar Flaschen französischen Süßwein (Banyuls, Riversaltes). Schwankt immer so je nach Einkäufen.
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Joe dies ist ja ne geniale Idee und lustig geschrieben, Danke hoffe nur das die Temperatur auch gut ist bei dir im Keller Wir haben ganz normale Waben die man kaufen kann im Keller bis zur Decke gestapelt und pro Wabe sind 5 Flaschen drinn. Inkl. 2 Kühlschränke für den Rosé und den Weisswein Bei uns ist gut 60% F Wein
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@peppe: Und wieviele Flaschen liegen so in deinem Keller? Was sind deine Favoriten für Top Wine (so für den Festtagsbraten) und für Alltagsweine (z.B. um das Ossiforum zu ertragen)
In meinem Keller sind die täglichen temperaturschwankungen zu vernachlässigen (wenn nicht irgendein Depp im Sommer das ganze Kellergeschoß "lüftet") Im Winter habe ich ca 8°C, im Sommer 12-14°C, aber eben keine täglichen Schwankungen, damit ist das relativ problemlos. Ich habe ja 90% Rotweine im Keller, die halten dies aus.
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Fürs Ossiforum muss ein schwerer Amarone her sonst halte ich es nicht aus
später mehr zum thema muss kochen
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Amarone fürs Ossiforum ist aber auf Dauer ein etwas teuerer Spaß...
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