Ich ziehe den Hut vor Jedem, der soviel Eigenleistung einbringt, dass es tragbarer ist, aber nicht jeder will für die Darlehensrate arbeiten gehen und am Wochenende auch nochmal Zeit aufbringen, um das am Haus zu machen, was man selbst machen kann. Ich kenn mich da nicht so aus, aber als Laie darf man ja nicht alle Arbeiten selbst machen. Wer natürlich 80% EK hat und und nur 20% finanzieren muss, der hat es da schon einfacher. Ich verdrehe immer die Augen, wenn im Bekanntenkreis die werdenden Familien mit Hauskauf oder Bau liebäugeln und ich mir denke "ihr müsst ja nichtmal arbeitslos werden, es reicht schon, dass einer von Beiden einen Unfall hat und nur noch beschränkt arbeitsfähig ist" - quasi das Steinchen im Einkommensgetriebe, was altberlin beschreibt, wobei es eher ein Felsbrocken, als ein Steinchen ist.
Eine Eigentumswohnung wäre eher vorstellbar, da ich mir selbst sage - auch wenn ich damit falsche liegen könnte - eine ETW ist einfacher weiterzuvermieten, als ein Haus. Ich staune auch über dieses fast schon fanatische Mantra mancher Mitbürger - besonders aus den südl. BL, für die ein Haus schon zum MUSS gehört und erheblich die Identität definiert.
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Nach, nach Smithie so einfach ist es nun auch nicht
jeder Banker oder Börsianer tut nichts anderes, er hofft das seine Geschäfte gut gehen, er denkt nicht an Pleite und so....erst recht nicht, wenn es nicht sein Geld ist,
das ist hinreichlich bewiesen. Der Unterschied ist, das der Häuslebauer für seine eventuelle Fehlkalkulation selber gerade stehen muss und nicht andere. Ein gewisses
Restrisiko ist immer vorhanden, sonst könnte man kein Geschäft mehr tätigen, weil man nicht weiß ob man wenn man das Haus verläßt überfahren wird......Man sollte schon die
Kirche im Dorf lassen...auch sind Anbieter.... Banken und Bauwirtschaft nicht unschuldig das auch Leute bei Ihnen Aufkreuzen die ein Haus wollen, obwohl die Aussichten gleich
Null sind, aber die Massive Werbung tut so, als wenn wirklich jeder Haus bauen könnte.....dann braucht man sich also nicht wundern über solche Risiko-Kunden.
Unsere Vorausetzung war einfach, das wir eine Anzahlung hatten und beide einen relativ gut bezahlten Job hatten und weit und breit es keine Globalisierung, Maueröffung mit all Ihren
Folgen und keine Armutseinwanderung hatten im großen Stil......Arbeitslosikeit stand bei 3,....und etwas Prozente im Lande......wer dachte da nicht an Eigentum...wir haben unsere
Kohle in ein Haus Investiert und nicht in Urlaube, dicke Autos und jede Menge anderen Spaß und heute soll ich mir das vorwerfen lassen.... von Leuten die vielleicht nur ans Vergnügen denken.
Ich/wir wollten uns etwas aufbauen auch für das Kind. Uns tut keine Minute daran leid.....und wie hier einer richtig bemerkte.....ich bin keinen Miethai ausgeliefert...ich kann machen
in meinen Haus was mir passt....das ist für mich Lebensqualität.
wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.
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delta, ist nicht falsch, was du sagst, jedoch muss ich aus Erfahrung sagen, dass viele Leute ihre eigene "Bonität" total überschätzen und meinen, sie WÄREN Kreditwürdig. Und viele Banken sagen schon "Nein", wenn sie sehen, dass das Risiko für sie nicht tragbar ist. Ich bemerke es oft, dass Kunden gern ihre eigene Bonität überschätzen, nur weil sie bei einem Arbeitgeber sind, der in den Augen der Leute "zuverlässig" ist und "sicher". So etwas kann heutzutage KEINER grantieren. Auch diese Unart zu sagen "ich bin seit XX Jahren Kunde bei ihnen" ... manche Menschen sollten kleinere Brötchen backen und vorsichtig sein mit ihren Äußerungen, weil Geld schmeisst auch in der Niedrigzinsphase kaum eine bank aus dem Fenster.
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Zitat von delta im Beitrag #167
Unsere Vorausetzung war einfach, das wir eine Anzahlung hatten und beide einen relativ gut bezahlten Job hatten und weit und breit es keine Globalisierung, Maueröffung mit all Ihren
Folgen und keine Armutseinwanderung hatten im großen Stil......Arbeitslosikeit stand bei 3,....und etwas Prozente im Lande......wer dachte da nicht an Eigentum...wir haben unsere
Kohle in ein Haus Investiert und nicht in Urlaube, dicke Autos und jede Menge anderen Spaß.....
Silly - "Vaterland"
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Zitat von delta im Beitrag #167
.wir haben unsere
Kohle in ein Haus Investiert und nicht in Urlaube, dicke Autos und jede Menge anderen Spaß und heute soll ich mir das vorwerfen lassen.... von Leuten die vielleicht nur ans Vergnügen denken.
Ich/wir wollten uns etwas aufbauen auch für das Kind. Uns tut keine Minute daran leid.....und wie hier einer richtig bemerkte.....ich bin keinen Miethai ausgeliefert...ich kann machen
in meinen Haus was mir passt....das ist für mich Lebensqualität.
vorwärts immer, rückwärts nimmer
E.H.
Zitat altberlin :
" Einzig das Argument "Miethai" lasse ich gelten, zum Teil, denn es gibt schöne ETW´s, die sich im Erbenfall besser zu Geld machen lassen als eine
Ponderosa irgendwo in der Pampa "
Beim Immobilienverkauf zählen drei Dinge : Lage, Lage und Lage.
Irgendwo in der Pampa ist schlecht - mein Bruder hat etwa 25km weg von hier gebaut,
wunderschön, als Ferienhaus echt Sahne.
Supermarkt, Kindergarten, Schule ? Bus einmal die Stunde ( wochentags ) . Also Auto .Jeden Tag mindestens 60 km, er und sie einzeln.
Das ist für einen Außendienstler vielleicht tragbar, der ohnehin jeden Tag woandershin fährt.
Mobilität wird auch nicht billiger.
Dafür eben am Grundstück gespart.
Vorbeugen ist besser als nach hinten fallen.
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Zitat von altberlin im Beitrag #170
Lebensqualität bietet ein Haus, wenn ich es ohne Umstände bezahlen kann. Sonst habe ich Geldsorgen, muß sparsam sein, also Probleme.
Zitat
Wer nicht in ein Haus investiert, fährt nach deiner Philosophie also dicke Autos ? Falsch, er lebt, ohne auf vieles verzichten zu müssen, auch
mit kleinerem Auto.
Ist eben seine falsche Einschätzung. Ich hab mal ein recht runtergekommenes Auto gesehen, der hinten draufstehen hatte "wenigstens gehört es mir" ... Auch mit nem dicken Auto macht man sich zum Zinssklaven. das ist eben immer der falsche Schein: dickes Auto oder Tuning oder Felgen für 1.000 € - aber zu Hause steht nur Dosensuppe auf dem Speiseplan. Dann lieber kleineres Auto - weniger Steuern - weniger Versicherung und dann lieber mit den Kollegen mal ein Schnitzel essen gehen und ins Kino
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Genau, Smithie, und nicht diesen hier...
http://www.taz.de/uploads/images/684x342...orsche_1504.jpg
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Zitat von altberlin im Beitrag #173
Genau, Smithie, und nicht diesen hier...
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Jeder wie er es für sich am besten erachtet. Ich wohne zu Miete und bin auch glücklich.
Wenn Ihr Eure Augen nicht braucht um zu sehen, werdet Ihr Sie brauchen um zu weinen.
Jean-Paul Sartre
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queeny, sehe ich genau so. Wer lieber Dosensuppe ist und sich dafür ein teures Auto leisten will, der soll das tun. Solange er nicht der Gemeinschaft auf den Taschen liegt, kann doch jeder nach seinen Vorstellungen glücklich werden. Das ist für mich der Inbegriff von Freiheit. Wenn jemand trotz Risikos sich Wohneigentum kauft mit dem festen Ziel, dieses abzuzahlen und als Eigentum für sich und seine Kinder zu schaffen ist das genau so legitim wie wenn jemand sagt, dass er dieses Risiko nicht eingehen will. Wenn jemand sich mit einer Geschäftsidee selbstständig macht, kann er Millionär werden oder mit grandiosen Schulden scheitern. Das ist die Freiheit, dass jeder seine Entscheidungen treffen kann.
Allerdings gehört es für mich auch dazu, die Entscheidungen anderer nicht pauschal niederzumachen (sachliche Argumente sind natürlich auch zulässig)
Jede Geschichte hat vier Seiten. Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich passiert ist.(Bruce Sterling)
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[quote=Smithie23|..und dann lieber mit den Kollegen mal ein Schnitzel essen gehen und ins Kino
Mit Kollegen ? Niemals.
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Da pflichte ich Dir bei, Ilrak, denn Kollegen sind nur in den seltensten Fällen Freunde. Und in der Regel wird über Arbeit gesprochen. Das ist nicht im Sinne von Feierabend.
Mit Freunden essen gehen ist dagegen etwas ganz anderes. Ansonsten kommt aber Familie 1. Grades an die erste Steile.
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Es gibt auch Jobs , da ist es einfach die fehlende gemeinsame Freizeit, egal ob mit Familie oder Kollegen . Das heißt , da läuft jeder zu einer anderen zeit auf Arbeit . Auch an Wochenenden und Feiertagen . Da ist man froh wenn man mache Nase mal kurz zwischen Tür und Angel trifft , oder man mal 5 Minuten für einen gemeinsamen Kaffee hat , bevor jeder wieder in andere Richtungen abdampft .
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Zitat von Björn im Beitrag #169Zitat von delta im Beitrag #167
Unsere Vorausetzung war einfach, das wir eine Anzahlung hatten und beide einen relativ gut bezahlten Job hatten und weit und breit es keine Globalisierung, Maueröffung mit all Ihren
Folgen und keine Armutseinwanderung hatten im großen Stil......Arbeitslosikeit stand bei 3,....und etwas Prozente im Lande......wer dachte da nicht an Eigentum...wir haben unsere
Kohle in ein Haus Investiert und nicht in Urlaube, dicke Autos und jede Menge anderen Spaß.....
Du hast demnach vor über 25 Jahren gebaut, mußt noch 12 Jahre lang monatlich 750 Euro abzahlen und hast laut früheren Aussagen vieles in Eigenleistung gemacht. Wenn ich das jetzt richtig im Kopf gerechnet habe, habt ihr alleine dadurch eine Gesamtkreditsumme von rund 330.000 Euro, das macht rund 660.000 DM damals plus euer Eigenkapital!
Was habt ihr denn für eine Villa???
wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.
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