Damit keine Missverständnisse aufkommen. Selbst in anderen Sprachen sind heute noch alte Begriffe in Gebrauch. Z.B. ein Pud Fleisch möchte eine alte Frau kaufen in der Ukraine und die ganz junge Verkäuferin wußte exakt, worum es dabei ging. Ich habe es selbst gehört. Des weiteren, wurde schon mal gefragt, wieviel Werst muß man noch fahren zum Ziel. Auch in England kennt man noch den den Begriff Gennee (alte englische Münze, kann sein, das ich das Wort falsch geschrieben habe). Warum also ist es in Deutschland nur noch ein Kauderwelsch aus allen möglichen Sprachen. Übrigens "Faden" ist eine Seetiefen-Maßeinheit, Metze gehört ins Bäckerhandwerk zur Bestimmung von Mehlmengen. Scheffel gehört in den Mühlenbetrieb, Gewichtsangabe von größeren Mengen Korn.
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Wörter wie "Blitzkrieg" und "Achtung" sind weltweit bekannt. Die französische Fremdenlegion nutzt den Begriff "Achtung" immernoch beim alltäglichen Dienst. "Kindergarten" gibts auch im Englischen.
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@mutterheimat:Irgendwie habe ich da eine andere Wahrnehmung. Auch in Deutschland leben eine Menge Begriffe fort: Pfund, Taler, Zentner, jeder weiss, was gemeint ist. Und ich nehme an, auch in England sterben Wörter aus.
Der entscheidende Unterschied ist, dass die Sprache von Wissenschaft und Technik (und wahrscheinlich auch die der Ökonomie) inzwischen englisch ist.
Gruß
JoeSachse
Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken. (Goethe)
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Trotzdem sollten wir nicht gedankenlos alle Fremdwörter übernehmen
wenn sich dafür ein vernüftiges deutsches Wort dafür ergibt.
Schlisslich sind wir alle dafür verantwortlich die vielfalt der Sprachen
zu erhalten. Außerdem wird nicht das reine Oxford Englisch vermittelt,
sondern sehr oft das amerikanische Kauderwelch wie man im Volksmund sagt.
Wer also Kritik und gedankenlos fremde Worte oder Sprachen übernimmt, tötet
unsere Fasettenreiche Sprache und nicht wie hier behauptet das dies mit der
entwicklung von Technik und Wissenschaft zu begründen ist.
Wahrnehmung hin oder her, für mich handeln viele in dieser beziehung gedankenlos.
wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.
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ich bin auch kein fan von zwangshaften denglish, wie es heute überall propagiert wird.... coffee to go.... also kaffee im pappbecher auf der straße aber irgendwie entwickelt sich sprache weiter (obs besser ist, sei dahingestellt) wer benutzt heute noch wörter wie oheim, expeditor, pedell, vetter etc..... auf der "roten liste" der aussterbenden worte stehen sicher bald auch telegramm und fernschreiber, bzw. datsche, dederon, malimo, bückware oder auch auch broiler, also der ddr sprachschatz, weil generationen, die das im sprachschatz hatten, wgsterben, der alltag sich vor 20 jahren radikal änderte im "osten" ... manches englische wird sicher dauerhaft im sprachgebrauch bleiben, einige generationen weiter sicher als deutscher begriff durchgehen...
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Hallo zusammen
Dies ist ein Thema wo ich gerade Schmunzeln muss; Es gibt doch hier im Forum jede Menge Ossis die wie ich ausgewandert sind, oder?! Überlegt mal wieviel Ihr schon von eurern neuen Heimat angenommen habt in euren Wortschatz was die alten Kumpels daheim absolut nicht verstehen!!
Bei mir ist es noch viel krasser da ich in der CH lebe und auch trotz wehren das ich von anfang an das CH- Dialtekt nicht übernehmen wollte (klingt einfach sch... wenn ein D dies tut, sorrry ist so!!) Ist einiges bei mir hängen geblieben und ich muss ab und an überlegen wie dies doch auf Hochdeutsch heisst
Selbst hier wo die zweite Landessprache franz ist wird mehr und mehr engl. abkürzung benutzt. Ich persönlich finde dies gar nicht so dumm, so lernt man immer wieder was dazu. Und jeden der diesbezüglich nicht mitschwimmt bleibt einfach stehen.
Peppe wünscht einen schönen Tag
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kann ich nicht sagen, das ich süddeutschen wortschatz sooo groß übernommen habe, ausser pflichtgemäss ein "grüß gott", oder die redewendung "das passt schon" und "semmel", ansonsten ich spreche noch so, wie vor meinen umzug, jedenfalls verstehen meine sippe und freunde mich noch
.... also ich bin mir da schon treu geblieben. kommt sicher drauf an, wieviel kontakt du tagsüber zu einheimischen hast, mein berufskontakt der ist kaum "einheimisch" sondern eher westdeusch/rheinland und richtung tiefstes sächsisch... im freizeitbereich schon eher, das ich da immer noch leichte probs habe unterhaltungen im dialekt folgen zu können - für mich wird dann hochdeutsch übersetzt.
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@Kaltenschnauze...wie lang bist du schon in BW?! Mit eins hast du recht, im Alltag habe ich = 0Kontakt zu Ossis nicht mal zu Wessis Da ich in einen Kanton lebe der noch nicht so überschwemmt wurde wie Zürich hält sich das in Grenzen. Aber die Schwaben verstehe ich sogar sehr gut obwohl ich nie in BW gelebt habe.....gehen nur ab und an einkaufen dort!
Peppe
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ich lebe in bayern.
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@Kalteschnauze...sorry da habe ich wohl was verwechselt! Bei den Bayern habe ich auch schwierigkeiten vor allem bei den Alten Jedoch für eine Bierreise
ist das Land Bayern schon sehenswert!!
Peppe
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Dank peppe diesen witzigen Song zum Thema entdeckt:
http://www.mtv.co.uk/artists/die-prinzen...l-speak-deutsch
Gruß
JoeSachse
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Ich höre die Prinzen ja ganz gerne mal, aber diesen Song kannte ich noch nicht. Er ist klasse gemacht
Silbermond & Xavier Naidoo
"Sehn wir uns wieder"
http://www.youtube.com/watch?v=Mfbd3TESHwg&feature=related
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Ja die Prinzen mit ihren neuen Songs sind absolut Top
Mich wundert es schon lang das man nicht mehr die Lieder hört im Radio (habe mir extra Internetradio angeschaft damich ich Radio Energiy Berlin hören kann
Peppe
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Sagt mal; Wer kommt den hier alles aus den tiefen Sachsen?! Wisst ihr eigentlich das wir X -Wörter im Dialekt haben wo den ursprung franz. ist Ja vorallem die erzgebirgler wo ein Gehsteig ein trottoir und ein Sofa ein Canape ist ect.
Und hier hat man Angst das man sein altes Deutsch nicht mehr spricht
Peppe
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@peppe: Du hast vollkommen recht. Traditionsbewußtsein ist gut, aber krampfhaftes Festhalten an alten Traditionen ist oft nur dumm, dies gilt nicht nur bei der Sprache. Es gab zur Jahrtausendwende mal so eine Phase, als EDV-Handbücher komplett eingedeutscht wurden mit dem Ergebnis, dass diese unverständlicher waren die englischen Originale.
Gruß
JoeSachse
Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken. (Goethe)
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