Zitat von Buhli im Beitrag #300
Ich hab schon Deinen Senf vermisst. Während Moppi sich austobte, herrschte eine gespenstische Ruhe um unseren kleinen igorsubotnik.
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Hallo in die Runde!
Fange gleich mal mit dem Gysi an.
Jetzt gibts das erste mal Mitschnitte von Gysi bei dem Gerichtsverfahren gegen Bahro, interessant interessant kann ich da nur sagen.
http://www.spiegel.de/einestages/gregor-...s-a-968094.html
O-Ton Gysi
Zitat
Endlos lang hört man Gysi im Schauprozess gegen Bahro das DDR-Justizsystem loben. In der kapitalistischen BRD wurde "seit ihrer Gründung das Recht auf Verteidigung stets weiter eingeschränkt", prangert er umgekehrt den Westen an. "In der sozialistischen DDR dagegen wurde das Recht auf Verteidigung stets ausgebaut" und von "allen Beteiligten mit wachsender Sorgfalt und Aufmerksamkeit beachtet". Gysi: "Die Entwicklung im Kapitalismus und Sozialismus verläuft also entgegengesetzt."
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Einen Bezug zu Gysi kann ich aber trotzdem nicht finden.
Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
Buhli
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Wie kann man, wie dies Gysi tat, so ungebremst gegen seinen 'Mandanten' hetzen und sich beim Regime auf Kosten des Mandanten so einschleimen?
Ich habe von Gysi bisher schon nicht allzuviel gehalten, aber das schlägt doch dem Faß den Boden aus. Den um Gerechtigkeit kämpfenden Vater des von einem besoffenen Stasi-Manns erschossenen Sohns hat Gysi ja genauso verladen, damit seine Karriere als obersten Anwalts der DDR nicht beschädigt wird.
Gottseidank gibt es noch Leute, die da etwas mehr Anstand haben wie Gysi:
Zitat
"Offiziell konnten wir alles, in Wahrheit nichts", sagt dagegen der frühere Magdeburger Kollegiumsvorsitzende Klaus Lilie, ein selbstkritischer Altsozialist und Anwalt von 89 Jahren. Schon die Vertretung eines normalen Straffälligen war kompliziert, in politischen Fällen geriet sie zur Farce. "Oft gab es erst wenige Tage vor dem Gerichtstermin die Möglichkeit, mit Beschuldigten zu sprechen", erinnert sich Lilie. "Meist bekamen wir nicht einmal die Anklageschriften in die Hand, höchstens während der Gerichtsverhandlung, aber in der Pause wurde sie uns weggenommen." Das Fazit des Anwalts: "Wir waren alle Opportunisten."
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Zitat von Buhli im Beitrag #304
Einen Bezug zu Gysi kann ich aber trotzdem nicht finden.
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"Das hält sich heute immer noch bei vielen dieser Politsektierer." Richtig, wie bei Löwenthal.
Trotzdem kein Bezug zu entdecken.
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Buhli
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Zitat von Buhli im Beitrag #307
"Das hält sich heute immer noch bei vielen dieser Politsektierer." Richtig, wie bei Löwenthal.
Trotzdem kein Bezug zu entdecken.
" Es wirkt. Von allein." Wirklich?
Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
Buhli
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Der Advokat Gysi verdreht und vermauschelt, wer hätte es anders erwartet, wenn man die Diskussion um IM Gregor und IM Notar oder die schäbigen Kommentare von Gysi bei der Bahro-Gerichtsverhandlung verfolgt, den Sachverhalt, wenn er argumentiert
Zitat
"Wenn ich die DDR als Unrechtsstaat bezeichne, dann erkläre ich, dass die drei Westmächte das Recht hatten, die Bundesrepublik zu gründen, die Sowjetunion aber als Antwort nicht das Recht hatte, die DDR zu gründen."
Denn sicherlich bekam Sowjetrussland gemäß der Abkommen von Potsdam und Jalta das Recht, seine Besatzungszone in Deutschland einzurichten. Ob allerdings auch damit verbunden war, dass überall, wo die Rote Armee ihren Fuß hinsetzte, Stalin das Recht zugesprochen wurde, kommunistische Diktaturen, durchweg gegen den Willen der betroffenen Bevölkerung, zu installieren, davon steht in den Vereinbarungen nichts.
Wenn am Wochenende auf einer Basiskonferenz der SED-Erben in Thüringen eine Genossin Rednerin meint, es gab im SED-Staat "kein gesetzliches Unrecht", so ist das schlicht eine Unverschämtheit, und die Bündnis90- und SPD-Leute sollten sich gut überlegen, mit wem sie da ins Boot steigen.
Denn die Frage, ob ein Staat als Rechtsstaaat bezeichnet werden kann, kann sehr rational und übersichtlich beantwortet werden. Dies hat beispielsweise Joachim Gauck, Theologe, bis 2000 Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen und heute Bundespräsident getan:
Zitat
Der Begriff trifft zu, weil es in der DDR keine Unabhängigkeit der Justiz gab, keine Gewaltenteilung. Es gab keine Herrschaft des Rechts, weil eine Instanz wie die herrschende SED in den Bereich des Rechts eingreifen konnte. Nicht jedermann konnte das, aber die zentralen Führungsinstanzen der Partei sehr wohl. Zudem war es unmöglich, staatliches Handeln auf dem Gerichtsweg anzugreifen, man hätte dazu die Verwaltungsgerichte gebraucht. Aber die gab es ebensowenig wie ein Verfassungsgericht. Man konnte allerdings, wie im Feudalismus, Eingaben an die Herrschenden richten und appellieren: Hier geschieht Unrecht. Und dann hatte man vielleicht Glück. Oder eben nicht. Das spricht alles dafür, das Regime der DDR ein Unrechtsregime zu nennen, auch wenn es im Land zum Beispiel ein Zivil- und ein Verkehrsrecht gegeben hat, was die Verteidiger der DDR immer wieder anführen.
http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-ei...chtsstaat?p=all
Es sind wohl diese klaren Worte von Gauck, die ihn, wie auch hier im Forum deutlich wurde, zu einer der am meisten gehaßten Personen von den Tätern der SED-Diktatur machten.
Ich möchte nicht wissen, wieviele von den Stasi-Bonzen heute in Wirtschaft und
Politik hausen oder in den Geheimdiensten abgetaucht sind.
Man sollte diese und die plötzlich Parteilosen mal gründlichst
überprüfen. Aber das wird nie gemacht! Getreu dem Motto auf der SED-Pflaume:
"Eine Hand wäscht die Andere".
Wer sagt: „Hier herrscht Freiheit“, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht!
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Du darfst nicht vergessen, daß es der historische Weitblick der Genossen vielen ermöglicht hat,
rechtzeitig abzutauchen und Pfründe zu sichern.
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Zitat von Ilrak im Beitrag #313
Du darfst nicht vergessen, daß es der historische Weitblick der Genossen vielen ermöglicht hat,
rechtzeitig abzutauchen und Pfründe zu sichern.
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