Zitat von Kehrwoche
Nach über 20 Jahren sollten Buhli & Co doch schon so einigermaßen klargekommen sein mit der Wende, finde ich.
Mit der Wende klargekommen schon, auch ganz gut, nehme ich mal einfach an, aber mit den heutigen Ergebnissen muß man trotzdem nicht zufrieden sein.
Zitat von reporter
Man erinnere sich an die Verrenkungen und an den großen Bahnhof, den Strauss von unserem Staatsratsvorsitzenden erhielt, weil der Bayer einen Milliardenkredit einfädelte.
Nein, der DDR ging es wie einem Unternehmen, dass langsam aber stetig abnippelt. Kredite gibts nicht und der Pump, finanziert über Verschleiß und Modernisierungsrückstand sichert noch einige Zeit das Überleben.
Vergiß nicht, warum es so war. Der Russe hat uns (und nur uns im Osten) ausgesaugt, um uns nicht zu stark werden zu lassen, und der Westen hatte eigentlich kein Interesse am Erhalt der DDR, außer als Billig-Lieferant für OTTO, Quelle, Neckermann, Karstadt usw.
@ altberlin,
habe in den letzten Wochen mal gelesen (weiß nicht mehr wo), dass die Briten oder Amis es zugelassen haben, dass die Russen auch Teile von Opel/Rüsselsheim in Hessen demontiert hätten. (Obwohl bereits seit Jahrzehnten Teil des US-Konzerns GM)
Eigentlich war dies ein Segen für die Industrie, die Wettbewerbsfähigkeit wurde dadurch gestärkt, den alten unproduktiven "Klumpatsch" los zu sein.
In GB hatten sie hundert Jahre alte Maschinen, dadurch, dass diese kaum erneuert wurden ist GB heute quasi deindustralisiert.
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Zitat von altberlin
Wenn dein Horizont einmal weiter als bis zu antikommunistischen Parolen reicht, wirst du die Milliarden an Steuergeldern sehen, die vor der Einheit im Westen in den Sand gesetzt wurden.
Keine Frage, Halunken beider Seiten, ich erinnere an die verschwundenen SED-Gelder (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13691776.html), haben diese historische Umbruchsituation genutzt, um ihre Schäflein ins Trockene zu bringen. Also mit einem gewissen Verlust muß man leider rechnen.
Insgesamt glaube ich nicht, daß man es so prinzipiell anders hätte machen können. Man muß ja auch den politischen Druck sehen, unter dem die Regierung stand. Der SED-Staat war pleite und die Bewohner darin besannen sich auf ihre Deutsche Staatsangehörigkeit. Da blieb der Regierung Kohl nicht viel übrig.
Zur Erinnerung: Kohl hatte in Dresden auf den Trümmern der Frauenkirche eine 10 Punkte Programm vorgestellt, daran war von einer staatlichen Vereinigung in absehbarer Zeit keine Rede. "Konföderale Strukturen" stellte sich Kohl in einem nicht näher bezifferten Zeitraum vor.
Und was die allgemeine Zufriedenheit zu einem Staat angeht, halte ich es mit Churchill
Zitat
Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.
Winston Churchill
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@Kehrwoche, ich vergaß zu erwähnen, daß diese Seiten bereits "Politisch korrekt" in der Zeitung standen. Andere sprechen eindeutig den Widerspruch zum GG aus. Von wegen das Gesetz gilt für alle gleich. Jede Seite für sich ist auch ein Fall für sich. Nur vergleichen darf man diese Fälle nicht. Migrantenverurteilung oder Ethnischer Deutscher. Da schwillt einem der Kamm. Sicher nicht weil es Einzelfälle sind. Es ist eine Sammlung von so vielen, daß der Begriff "Rechtsstaat" nach Anmaßung klingt.
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Zitat von BesserWessi0815
@ altberlin,
habe in den letzten Wochen mal gelesen (weiß nicht mehr wo), dass die Briten oder Amis es zugelassen haben, dass die Russen auch Teile von Opel/Rüsselsheim in Hessen demontiert hätten. (Obwohl bereits seit Jahrzehnten Teil des US-Konzerns GM)
Eigentlich war dies ein Segen für die Industrie, die Wettbewerbsfähigkeit wurde dadurch gestärkt, den alten unproduktiven "Klumpatsch" los zu sein.
In GB hatten sie hundert Jahre alte Maschinen, dadurch, dass diese kaum erneuert wurden ist GB heute quasi deindustralisiert.
Die Russen haben meines Wissens nach Opelanlagen demontiert , aber nur das Werk Brandenburg .
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@BW, jetzt geht mir ein Licht auf. Moskwitsch ist ein Opel Produkt. Ob nun als Lizenz oder Fabrikabbau muß nun neu erforscht werden. Die Moskwitsch Werkstätten hatten nämlich kaum Probleme Die damals liegen gebliebenen Opelttzz zu reparieren. Hat mir der alte Mätschke in DD mal erzählt und dabei gegrinst. Der war vor dem Krieg schon auf Opel fixiert, während der DDR Zeit auf Moskwitsch und nun wieder auf Opel.
@reporter, in DD vor der Frauenkirche hat Kohl doch selbst noch nicht gewußt was er wollte. Das einzige was er wirklich wußte war, daß er und die anderen Parteiführer durch ihren Wahlkampauftritt den Grundlagenvertrag, den Brand und Bahr mit der DDR geschlossen hat, gebrochen haben. Der hat dieses Verhalten untersagt. Ab wann gab es doch gleich die DDR nicht mehr? War die da schon weg?
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Zitat von BesserWessi0815
"E n t c h r i s t l i c h u n g "
... was versteht Ihr darunter?
...spontan fällt mir dazu ein: "Opium fürs Volk" - ('glaube das stammt vom Philosophen Karl Marx)
Mir fällt dazu ein, dass der gesunde Menschenverstand erwacht und die Menschen sich vom Glauben (Glaube = Nichtwissen) abwenden. Jede Art Religion hat folgende gemeinsame Merkmale:
- Verheissung des Glücks nach dem Tod
- Verachtung, Abwertung der Frau als menschliches Wesen
- menschliche Bedürfnisse werden als Sünde bezeichnet
Bin sehr froh, im Osten als Atheist erzogen worden zu sein.
MfG
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Du auch? Da gibt es wenigstens keinen "So wahr mir X helfe" Vorwand, wenn es nicht funktioniert hat. Egal was auch immer. Von Kriegen mal ganz abgesehen.
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