Weinen oder Lachen ,was ist besser ? Sind hier Fachleute am Werke oder Dilettanten, oder einfach nur Möchtegernmenager ?
Bei der Neubaustrecke Ulm-Wendlingen wurde bei der Kalkulation einfach mal so der Inflationsaufschlag von über 300 Mill. Euro vergessen !
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt...7766f9ccce.html
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vorwärts immer, rückwärts nimmer
E.H.
Hier mal ein Beitrag über Stuttgart 21, der die aktuelle Situation unter Berücksichtigung der Kosten, der Vernunft und des politisch wichtigen Bundestagswahljahres ganz gut trifft:
> http://www.zeit.de/2013/08/Stuttgart-21-Konflikt-Zukunft
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Ich bewundere Kretschmann für seine klare Haltung: Die Mehrheit der Bürger im Ländle hat gegen den Ausstieg gestimmt, im zitierten Artikel werden aktuellen Umfragen angegeben, dass inzwischen mehr als 60% der Leute im Ländle für S21 sind. Dies deckt sich auch mit meinen Erfahrungen, wenn ich mich mit den Leuten hier unterhalte. Das Problem ist, dass S21 zum politischen Spielball geworden ist. Und dass die S21-Gegner mittlerweise auch nach der Devise vorgehen: Wer lauter ist, hat recht!
Und Geld ist genug da in unserer Gesellschaft, es ist nur ungerecht verteilt. Wenn die Banken mal ordentlich zur Kasse gebeten werden, dass sind die paar Milliarden mehr für S21 Pinatz.
Jede Geschichte hat vier Seiten. Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich passiert ist.(Bruce Sterling)
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Dieser Umfrage von TNS-Emnid vertraue ich aber überhaupt nicht, da sie an nur einem Tag (dem Dienstag 5.Februar) durchgeführt wurde und damit genau noch an dem Tag, wo abends die "neuen" S21-Fakten und Kostensteigerungen öffentlich wurden. Außerdem weigert sich Emnid trotz Nachfrage anderer Medien, die Umfrage-Details (genaue Fragestellung, Orte der Umfrage, Auswahl des befragten Personenkreises und Anzahl der Befragten etc.) bekannt zu geben, was auch schon sehr merkwürdig ist
> http://www.n24.de/mediathek/n24-emnid-um...ch_1606717.html
Hier mal etwas anderes dazu auf SWR > http://swrmediathek.de/tvshow.htm?show=b...4d-00199916cf68 (Stuttgart 21 ist überall - Raub-Bau am Steuerzahler 2+Leif | 14.1.2013)
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Bezeichnend ist, und das sind Erfahrungen aus meinem Umfeld, das besonders Jüngere, die oft nicht einmal wissen, wie sie zu einem Fahrschein
des ÖPNV gelangen, nach dem neuen Bahnhof schreien. Benutzen tun DIE keine Bahn, sondern fahren sogar zum Bäcker die 200 m mit dem Auto.
Ebenso wie viele akademisch gebildete Menschen mittleren Alters (Pendler), die täglich mit dem Auto die Stadt verstopfen. Die fahren heute nicht
Bahn, und nach Fertigstellung von S 21 ebenso wenig.
Oder es sind Personen, die irgendwo zwischen Heilbronn und Hohenlohe bzw. in Rottweil wohnen, die das ganze Projekt nur von schönen Bildern kennen
und sich "genau" ein Bild machen können.
Viele der regelmäßigen Bahnbenutzer aber ist der Kopfbahnhof recht, vor allen Dingen, weil er optimale Umsteigebedingungen bietet.
Die vielen sinnlos zu verbauenden Milliarden sollte die Bahn besser nutzen, um ihre Anlagen in einen anschaubaren Zustand zu versetzen. Es gibt
leider bundesweit genug brachliegende und verfallene Bahnbetriebswerke, Bahnhöfe oder Rangieranlagen. Und selbst die noch betriebenen Bahnhöfe,
hier muß ich leider auch besonders auf den Hbf. Stuttgart verweisen, verkommen immer mehr zu Drecklöchern und Daueraufenthalten für Penner, Assis
und Junkies. Habe schon beobachtet, wie in der Bahnhofshalle die Tütchen ihren Besitzer wechselten.
Ich werde mich da nicht reinhängen, denn ich werde den fertigen Bahnhof, wenn es dann irgendwann soweit ist, nur auf Bildern "bewundern".
Ein technisches Meisterwerk, das entgegen aller gültigen Eisenbahnbau- und Betriebsnormen erstellt werden soll, weil die Politik es verlangt.
Nur, Gedanken dazu darf ich mir trotzdem machen, ebenso wie über die Unfähigkeit bei anderen Großprojekten in Deutschland.
Zum Vergleich : Der Leipziger Hauptbahnhof wurde in nur 6 Jahren erbaut, der flächenmäßig größte Kopfbahnhof der Welt. Und nur wegen Streiks,
sonst wäre er ein Jahr früher fertig gewesen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Leipzig_Hauptbahnhof
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E.H.
Ist ja eigentlich schon lustig, wie die neueste Stuttgart 21-Umfrage von TNS-Emnid ihrer 2 Wochen alten letzten Umfrage komplett widerspricht Diesmal werden sogar Umfragedetails bekannt gegeben. Wie kommt denn das jetzt, liegt das am Auftraggeber oder war die andere Umfrage vielleicht "passend gemacht"???
> http://www.taz.de/Exklusive-taz-Umfrage/!111689/
Zitat
... Die Frage lautete: „Statt 4,5 Milliarden Euro soll das Bahnprojekt Stuttgart 21 nach Angaben der Deutschen Bahn AG jetzt 6,8 Milliarden Euro kosten. Was ist Ihrer Ansicht nach sinnvoller? Der Weiterbetrieb und die Modernisierung des Kopfbahnhofs oder der Bau von Stuttgart 21?“
Im Gegensatz zur Volksabstimmung enthält die aktuelle Umfrage neben den Antworten pro S 21 und pro Kopfbahnhof auch sonstige Antworten: „Weder noch“, „Weiß nicht“ oder „Mache keine Angaben“.
TNS Emnid hat insgesamt 1.500 zufällig ausgewählte Männer und Frauen befragt, 750 in der Landeshauptstadt Stuttgart und 750 im Rest des Bundeslandes. Der Befragungszeitraum: 18. bis 20. Februar.
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Um es mal ehrlich zu sagen, ich glaube nicht an dieser Umfrage...
ich habe in TV diese Umfrage teilweise gesehen und da habe ich den
Verdacht das hier ein zusammenschnitt zu gunsten des B.Bau statt fand.
wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.
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Zitat von Smithie23 im Beitrag #278
Ich denke S21 wird da keine Ausnahme sein in ein paar Jahren ...
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E.H.
Zitat von altberlin im Beitrag #275
Bezeichnend ist, und das sind Erfahrungen aus meinem Umfeld, das besonders Jüngere, die oft nicht einmal wissen, wie sie zu einem Fahrschein
des ÖPNV gelangen, nach dem neuen Bahnhof schreien. Benutzen tun DIE keine Bahn, sondern fahren sogar zum Bäcker die 200 m mit dem Auto.
Ebenso wie viele akademisch gebildete Menschen mittleren Alters (Pendler), die täglich mit dem Auto die Stadt verstopfen. Die fahren heute nicht
Bahn, und nach Fertigstellung von S 21 ebenso wenig.
Oder es sind Personen, die irgendwo zwischen Heilbronn und Hohenlohe bzw. in Rottweil wohnen, die das ganze Projekt nur von schönen Bildern kennen
und sich "genau" ein Bild machen können. ....
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Für eine umfassende Sanierung des Kopfbahnhofes Stuttgart ist es nun zu spät.
Irrsinnigerweise begann man, um Tatsachen zu schaffen, die beiden ( architektonisch wertvollen ) Seitenflügel abzureissen -
was eigentlich gar nicht zwingend notwendig gewesen wäre . Dann merkt man , daß der nun heftig von der Seite wehende Wind
das noch benötigte Bahnhofsdach anhebt und beschwert die Pfeiler mit Betonbrocken, was die Benutzung eines Bahnsteiggleises blockiert.
Von den im Gleisvorfeld "vorübergehend" verlegten Weichen und ihren Auswirkungen auf den Zugverkehr ( drei Entgleisungen ) redet garkeiner mehr .
Die neuen Bahnsteige will man in ein derartiges Gefälle legen, daß noch niemand genau weiß, wie man Züge da festhalten, geschweige denn
wieder anfahren ( bergwärts ) soll - abgesehen von Kinderwagen und Rollstühlen . Der blanke Irrsinn .
NBS nach Ulm, okay, Flughafenanbindung richtig, aber schon vorhanden, eben nur mit der wenig prestigeträchtigen S-Bahn.
Ich bin ja kein Fortschrittsverweigerer, aber das ist Dilletantismus pur.
Vorbeugen ist besser als nach hinten fallen.
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Zitat von Smithie23 im Beitrag #280
Auch Nichtnutzer können sich eine Meinung darüber bilden - selbst im Osten gibt es Leute, die ne Meinung dazu haben, obwohl sie noch nie dort waren !
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Kann mir mal jemand kurz erklären,
ob es tatsächlich so ist, daß wenn man einen
Bahnhof modernisiert, automatisch mehr Bahnbenutzer erscheinen
und dadurch die Bahn wirtschaftlicher wird?
Ich habs noch nicht ganz so begriffen.
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Zitat von nüscht im Beitrag #283
Kann mir mal jemand kurz erklären,
ob es tatsächlich so ist, daß wenn man einen
Bahnhof modernisiert, automatisch mehr Bahnbenutzer erscheinen
und dadurch die Bahn wirtschaftlicher wird?
Ich habs noch nicht ganz so begriffen.
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E.H.
Ein moderner bahnhof zieht auch Leute an, die nicht Bahn fahren - schon Leipzig ist das beste Beispiel, wo man wunderbar einkaufen gehen kann.
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