Zitat von tommes
@Mutterheimat:
Wie war es denn damals nach der Kapitulation? Was hast Du in dem Moment gedacht, als die Mauer gebaut wurde? Ich würde gern so alt sein, wie Du!
thomas
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hallo leute,
ich gebs mal zu ich hab die komentare der letzten woche mal nur überflogen und bin überrascht was doch so ein vergleich ddr-brd für blüten trägt. an mutterheimat..., du solltest ne diskussion aufmachen der nationalsozialismus -gestern und heute,vielleicht kommen dann enn paar leute die mit dir über ausländerfragen reden wollen näher oder auch nicht..
zum untergang der su-naja eigentlich trägt da doch wohl eher lenin die schuld und nicht gorbi oder jelzin, der hat sie ja schliesslich gegründet-gut gemeint aber schlecht gemacht, dann kam lange nüscht und heute haben wir putin-mal ehrlich,iss ja och nicht so toll-grins
ehe ich mich hier verrenne les ich mal lieber die ganzen beiträge nochmal. anbei enn kurzer witz...
die ddr war einen schritt vorm abgrund...
heute sind wir einen schritt weiter
hezlichst euer lutzi
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Hallo Wello!
In dieser Richtung war eigentlich die Überschrift gedacht. Manches passt da nicht rein, was hier steht. Deswegen steht auch manchmal die Aufforderung, etwas zum Thema beizutragen und nicht sich über "Hinz und Kunz" zu unterhalten.
Hallo Lutzi!
Von den Leuten hier unten (reichlich Spätaussiedler), gibt es keinen älteren, welcher sich nicht einen Breshnew zurückwünscht. Aber es gibt eine übereinstimmende Meinung der Spätaussiedler und der Einheimischen in der ehemaligen UdSSR, zum Thema Gorbatschow+Jelzin. Das wir DDR+BRD gesamt Leute, es schlecht, bis nicht, verstehen können, ist dabei völlig normal. Ich kann das nachvollziehen.
Es ist immer besser, etwas aus originalen Quellen zu erfahren, als aus ganz besonders "klugen Köpfen".
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ähm tut mir leid das ich durch meine arbeit häufig mit sogenannten spätaüssiedlérn zusammenkomme aber ich hab noch von keinem gehört das er oder sie nun ausgerechnet breshnew wieder wünscht- weil entweder wollen die die totale befriedigtung(lenin) oder enn bisschen was davon(gorbi) aber dazwischen wollen die eigentlic nüscht-und ich denk wir können vieles von dem verstehen nur wollen wollen wir das nicht!
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Hallo Wello,
dein Beitrag ist überhaupt nicht zu lang, sondern sehr interessant.Ich habe mein Wissen aus dieser Zeit aus den Medien und der Schule.Meine Familie hat nie darüber sprechen wollen.("Ist doch schon lange her.")
Also, danke dass du dir die Zeit genommen hast so ausführlich zu antworten.
Liebe Grüße
Schlawine
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Zitat von lutzi
ähm tut mir leid das ich durch meine arbeit häufig mit sogenannten spätaüssiedlérn zusammenkomme aber ich hab noch von keinem gehört das er oder sie nun ausgerechnet breshnew wieder wünscht- weil entweder wollen die die totale befriedigtung(lenin) oder enn bisschen was davon(gorbi) aber dazwischen wollen die eigentlic nüscht-und ich denk wir können vieles von dem verstehen nur wollen wollen wir das nicht!
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Zitat von Schlawine
Hallo Wello,
dein Beitrag ist überhaupt nicht zu lang, sondern sehr interessant.Ich habe mein Wissen aus dieser Zeit aus den Medien und der Schule.Meine Familie hat nie darüber sprechen wollen.("Ist doch schon lange her.")
Also, danke dass du dir die Zeit genommen hast so ausführlich zu antworten.
Liebe Grüße
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Mann Wello, hast du noch mehr zum erzählen, aus der Zeit. Ist echt interessant. Genau zu dem Zeitpunkt, als die Mauer fiel, hielt ich meinen Resibefehl in der Hand. Die Panzer standen bereit (Ich gehörte dazu), russische Sturmeinheiten + NVA ebenfalls. Alle warteten auf den Befehl aus Moskau. Und jetzt stellt man sich mal, anstelle des Namens Gorbatschow, den Namen Stalin Nr.2, vor. Wie heißt das Ergebnis? Wello, erzähl mal weiter.
Es ist immer besser, etwas aus originalen Quellen zu erfahren, als aus ganz besonders "klugen Köpfen".
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Zitat von mutterheimat
Mann Wello, hast du noch mehr zum erzählen, aus der Zeit. Ist echt interessant. Genau zu dem Zeitpunkt, als die Mauer fiel, hielt ich meinen Resibefehl in der Hand. Die Panzer standen bereit (Ich gehörte dazu), russische Sturmeinheiten + NVA ebenfalls. Alle warteten auf den Befehl aus Moskau. Und jetzt stellt man sich mal, anstelle des Namens Gorbatschow, den Namen Stalin Nr.2, vor. Wie heißt das Ergebnis? Wello, erzähl mal weiter.
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@Mutterheimat:
Daß die Panzer bereitstanden, kann ich (damals aktiver Unterfeldwebel) nicht bestätigen, was aber daran liegt, daß wir in unser 150-Mann-Kneipe keine hatten. Wir hörten so allerlei aus anderen Truppenteilen - nicht umsonst waren wir eine Nachrichteneinheit - z.B., daß das Wachregiment Feliks Dzierzynski an Schlagstöcken ausgebildet wurde.
Bei uns meuterten die Resis, die ja alle im Umkreis von 10km zuhause waren: Sie verfaßten einen Brief an unseren KC mit dem Wortlaut "Wir schlagen unsere Frauen und Kinder nicht!" und der Information, daß die Unterzeichner beim Einsatz gegen die Zivilbevölkerung umgehend desertieren würden. Beim Stubendurchgang fand ich den Brief. Was tun? Die Soldaten hatten alle unterschrieben! Ich konfiszierte den Brief erstmal. Ich wollte ja noch was werden und hatte mich deshalb für drei Jahre verpflichtet!
Zurück auf dem Uffz.- Flur gab es ein Hallo, als ich mit dem Schriftstück auftauchte. Im Tumult war mir der Brief abhandengekommen, doch als ich am nächsten Morgen zum Appell Meldung machte, reichte man mir den Brief wieder. Ein Blick - es fehlten zwei Unterschriften: Die des uns allen bekannten IM und meine. Ich zückte während meiner Meldung den Kuli und übergab dem immer blasser werdenden Kompaniechef das Schreiben, der es mit den Worten "Jungs, geht auf eure Zimmer!" entgegennahm und in seinem Dienstzimmer verschwand. Heiße Geschichte - was wird passieren?
Nichts. Ich nehme an, er hat den übergeordneten Stellen den Fall geschildert und die sahen ihre Felle davonschwimmen. Jedenfalls hat während meiner Dienstzeit nie wieder jemand davon gesprochen.
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Leute, bitte erzählt weiter.Es ist so interessant mal Informationen von "Dabei gewesenen" zu lesen.
Danke.
Schlawine
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Zitat von Schlawine
Leute, bitte erzählt weiter.Es ist so interessant mal Informationen von "Dabei gewesenen" zu lesen.
Danke.
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Hallo Wello,
wurde mit den selbständigen Geschäftsleuten auch so kompromisslos umgegangen ?
Liebe Grüße
Schlawine
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Als ich meinen letzten, regulären, Urlaub bekam (Frühjahr 1989), der ganze Haufen mußte antreten, (komplette Panzerkompanie), wurde uns allen etwas klar und eindeutig gesagt. Es gibt draußen Konterrevolutionäre, es gibt leichten Ärger, der Westen hetzt, etc. Und es wurde noch etwas gesagt. Genossen, sie haben einen Eid geschworen. Wir werden diesen Eid mit aller Schärfe und Härte durchsetzen. In unserem Truppenteil gibt es keine Konterrevolution. Nun will ich das einmal übersetzen. Die PD 7, zu der ich gehörte, besaß das PR 14 Spremberg, PR 15 Cottbus, PR 16 Großenhain. Dazu kamen die Pioniere aus Pirna, die Mot. Schützen aus Marienberg und noch ein ganzer Schwarm anderer Truppenteile. Ich will mal sagen, alles, ab Oberstleutnant, gehörte zum harten Kern des Generalstabes in Strausberg. Gleich um die Ecke, Berlin Karlshorst (Generalstab der GSSD). Als ich endlich entlassen wurde, Ende April, stellte ich fest, daß es deutlich mehr GAI auf den Staßen gab. Das heißt, Desertationen, von Soldaten der GSSD zu unterbinden. Weiter vorn findet man die Übersetzung und die Mittel, welche die GAI anwand. Amerikanische MP, oder Bundeswehr Polizei, ist ein Witz dagegen. Bis zu dem berühmten Tag, in der Prager Botschaft, spitzte sich die Situation immer mehr zu. Im zivielen Leben merkte man es deutlich, erst recht in den Reihen der NVA. Es "stank" immer mehr. Die Ausreiseanträge nahmen immer mehr zu. Als dann der Satz seitens Genscher fiel: Wir sind heute hierhergekommen, um Ihnen mitzuteilen, daß heute Ihre Ausreise.......! Das war der Auftakt"befehl", welcher das Fass zum überlaufen brachte, (Dresdner Hauptbahnhof, weiter vorn nachzulesen). Dort zeigte der Staat seine Krallen. Alles andere , in größeren Dimensionen, basierte auf diesem Ereignis. Montagdemo in Leipzig, etc. Ab diesem Zeitpunkt kommt dann der Text von Banaus hinein. Es begann, mehr oder weniger, die NVA zu bröckeln. Das Problem war immer noch die GSSD. Denn die hatten mehr Angst vor ihren Offizieren, als vor irgendeinem Feind. Und nun kommt der Vergleich ins Spiel. Tauscht man den Namen Gorbatschow, gegen den Namen Stalin Nr.2 aus, hätte es geraucht. Ausschließlich Gorbi ist es zu verdanken, das es keinen Einsatzbefehl gab. Das war das Ende der DDR.
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Mutterheimat, Wello,
ist es für euch in Ordnung wenn meine Tochter eure Berichte mit in die Schule nimmt ?Die haben das Thema dort gerade.Ist für die Jugendlichen sicher auch interessanter als die trockenen Schulbuchberichte.
Liebe Grüße
Schlawine
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