@herman, du solltest eben einmal sehr genau die Kommentar Unterschrift bei meinen Beiträgen lesen. Und denke sehr genau darüber nach. Ich betone, sehr genau. Zu Usti nad Labem kann ich leider nicht mehr viel aktuelles sagen. Meine Informationen stammen aus der AUFBAUZEIT der schwarzen Polizei. Du kennst doch genauestens, viel besser als ich, (der dort oberstreichlich gewesen war, sowie gelebt hat) die Zentralstelle der schwarzen Uniformträger. Du kennst auf den Millimeter genau den Standort der Mauer von Usti nad Labem, weißt exakt, warum und wielange sie stand. Kennst genauestens die Ursachen und die nachfolgenden Wirkungen im direktem Zusammenhang mit den schwarzen Polizisten. Ich war Zeuge, ich weiß wovon ich schreibe. Der Begriff Mauserei, Grenzkriminalität, etc ist mir von 2 Seiten bekannt. Frage doch einmal, die Leute z.B. von Neugersdorf, wie gut sie damals kämpfen konnten. Frage mal die Leute an der ehemaligen Grenze, nach dem Begriff, Bürgerwehr. Ich habe sie gesehen in der Nacht. Kein Bandit tauchte dort wieder auf (die SS läßt grüßen). Die Preise in Ceske Budeovice und Vimpek sin den unseren vergleichbar. Beim Fleisch und einigen anderen Lebens und Genußmitteln gibt es schon noch deutliche Unterschiede. Und der Lohn eine Steigers (Kohlegrube) betrug damals (1991/92) cirka 10 000-12 000 Kronen.
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@herman
"Interessant ist ja immer wieder wie sich das sogenannte Insiderwissen manchmal so fundamental von den im Internet veröffentlichten Werten unterscheidet"
Genau das finde ich auch !
Das tschechische statistische Amt gab für August 2008 einen Durchschnittslohn von 23.144 Kc bekannt. Die Lídové Noviny (Volkszeitung) vermeldete einen Anstieg der Löhne im letzten Quartal um 1700 Kc. Außerdem sind darin keine Kinderzuschläge und anderes enthalten und in vielen Branchen liegt der Durchschnitt heute schon über 40.000 Kc . Das Ergebnis ist ein Durchschnittseinkommen von um 1000 Euro Netto (kein Familieneinkommen wie bei ALG II). Und das verdienen nicht so viele in den neuen Bundesländern !
Gruß DL
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Und eines dürfte wohl außer Zweifel stehen. Wenn sich nicht schnellstens der Begriff Industriealisierung und Dienstleistung, mit dem Begriff ArbeitsplatzAUFBAU wesentlich stärker im Osten Deutschlands etabliert, so wird es dort den Begriff Altersgegend und Gräbergegend geben. Die Abwanderungs-und Sterberate war nie so hoch, wie nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten. Jetzt sind in Dresden massiv Arbeitsplätze bedroht (Chiphersteller). Wie groß werden wohl die Kreise sein, welche das ziehen wird. Ich denke auch in die Arbeitplatz-Richtung, bis zur "letzten" Putzfrau/mann. Es kommt noch der Tag an dem dort die Leute in polnische und tschechische Gebiet "HAUFENWEISE" abtreten um Arbeit und einen ordentlichen Lebensstandart zu bekommen, bzw. sich diesen zu erarbeiten.
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Bei uns gibt es schon einige Grenzgänger, die in Böhmen oder Polen ihr Geld verdienen. Haupthinderungsgrund ist noch die Sprachbarriere. Aber tschechische und polnische Tankstellenbesitzer, die zu 90 % von deutschen Kunden leben, sind schon froh, wenn sie eine Deutsche oder einen Deutschen an der Kasse haben
Gruß DL
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Was DL geschrieben hat, war mir schon bekannt. Nicht nur Tschechien hat sich in den vergangenen 20 Jahren wirtschaftlich besser als Ostdeutschland besser entwickelt und das trotz Milliardensummen an Solidarität. Das Gleiche gilt auch für die Slowakei oder Polen. Die D-Mark so schnell ist Ostdeutschland einzuführen, hat aus der Region eine Industriebrache gemacht und war der größte Fehler im Zuge der deutschen Einheit. Die Betriebe waren teilweise nicht weltmarktfähig und die es waren wurden von der Treuhand an dubiose westdeutsche Investoren verkauft, welche den Betrieb nur solange fortführten, wie es Fördermittel gab. Danach wurden die Ost-Firmen ausgeschlachtet und die Produktion in der Westen verlagert und bei dieser Aktion noch ein satter Reibach gemacht. Ich kann es mir nicht vorstellen, das sich irgendwo in der ostdeutschen Provinz noch mal eine Industrie ansiedelt. Wo sollen die Menschen herkommen, die dort arbeiten sollen? Dort wo es nicht heute zu mindestens eine Basis gibt, wird es auch in Zukunft keine nennenswerte Industrie mehr geben. Auch der Handel und das Kleingewerbe werden nicht der Heilsbringer Ostdeutschlands sein, weil die kaufkräftigen und -willigen Kunden w wie weg sind.
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Weilheimer, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen, die Einführung der DM war die wirkliche Katastrophe. Politisch aber kaum zu verhindern, da ja alle Gierhälse in Leipzig nach der DM schrieen. Der Milliardentransfer danach hat in erster Linie neue Straßen, hübsche Fassaden u. ä. geschafft, aber nicht zum Lebensstandard beigetragen.
Gruß DL
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Zitat von DeutschLehrer
Politisch aber kaum zu verhindern, da ja alle Gierhälse in Leipzig nach der DM schrieen.
Gruß DL
Nicht die einführung an sich, sondern primär der Wechselkurs, und die damit verbundene künstliche Aufwertung, war das Problem.
Während alle anderen ihre Währung abgewertet haben. und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit verbesserten, erlebten wir das gegenteil, und leiden eigentlich immernoch dran.
Und dann auch noch die Einführung des Euro in Ost-D..
Kein wunder das wir weder Wachstum noch groß Arbeitsplätze generieren, wenn wir das gegenteil tun, zudem, was wir eigentlich bräuchten.
Aber Deutschland, oder besser BRD, hat immer schon mehr Wert auf Preistabilität, den Wirtschaftswachstum gelegt, und die Deppen seid Kohl sind sowieso Nieten was Wirtschaftspolitik angeht..
Wirtschaftspolitik ist hier einfach nicht existent, sondern mehr Lobbypolitik..
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Ich habe dazu allerdings eine andere Meinung. Allseits bekannt, bin ich CSU Anhänger (aber kein Mitglied). Das einzig richtige damals war, genau daß, was Kohl und Genscher und Waigel gemacht haben. Warum? Das Fenster zur deutschen Einheit stand nur eine befristete Zeit offen. Was wäre passiert, wenn in Moskau der 2. Stalin ans Ruder, nach Gorbatschow, gekommen wäre? Die Antwort kann sich jeder selbst ausmalen. Das mit dem Plan der deutschen Einheit ganz automatisch die D-Mark kommen mußte, war objektiv nicht anders zu machen. Lediglich befand sich die D-Mark auf der Überholspur, zur deutschen Einheit und hat diesen Überholvorgang, mit Erfolg, abgeschlossen. Es hätte sich also nur um ein paar Monate gehandelt, mehr nicht. Das Fehler gemacht wurden, bestreitet niemand, andererseits, wer hätte Rat geben können. Niemand wußte, wie man zwei völlig verschiedene Systeme zusammenbaut. Zu vergleichen mit dem Motor eines Mercedes, eingebaut in den Wartburg 353. Den größten Blödsinn hat wohl Schröder mit seiner Politik gemacht. Frau Merkel muß nun alles wieder rausreißen. Das würde auch kein anderer schaffen. Ich erinnere an den Spruch, - Kommt die D-Mark nicht nach hier, gehen wir zu ihr- . Dieser Spruch stimmte bis in den letzten Buchstaben. Die DDR wäre daraus resultieren,d arbeitskräftemäßig, kollabiert. Man erinnere sich bitte an die Zeit, als die NVA in der Wirtschaft aushelfen mußte (in meiner Heimatstadt gab es reichlich Busfahrer, in NVA-Uniform). Denkt an die Zeit, als die Ausreise und Abtretwelle über Ungarn + CSSR rollte. Die Verluste waren exorbitant. Anschließend die Verluste nach dem Mauerfall und vor der D-Mark. Der Zusammenbruch wäre also definitiv gekommen. Und er hätte härter zugeschlagen, als alles jetzige. Wobei das jetzige auch schon reicht. Nun weht der eisige Wind der Weltwirschaft über jedes Land und alle müssen strampeln. Allerdings sollte dieses strampeln nicht zu Lasten, einzelner und großer, Regionen gehen.
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Zitat von DeutschLehrer
da ja alle Gierhälse in Leipzig nach der DM schrieen.
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Kannst du gerne haben, aber dennoch ist die Währungsunion, oder besser wie sie vollzogen wurde, der Kardinalfehler..
Eine Aufwertung dieser Dimensionen hätte selbst voll intakte Volkswirtschaften in die Knie gezwungen, und was man bei einer Schwachen Volkswirtschaft anrichtet, haben wir Live erlebt in den 90 igern.
Was hier noch das Massaker überlebt hat, sind hochautomatisierte Firmen, mit wenig personal und hochproduktivität!
Kleiner Tipp: unsere Gesamtdeutsche Wirtschaft hat den Aufwertungschock des Euro letztes Jahr schon schmerzhaft verdaut, und da war der Euro-Dollarkurs knapp 1,60 dollar, und nicht wie damals von 500-600% innerhalb eines Tages..
Alles was dannach kam, war nur noch flickschusterei, und das auch noch miese!
Und das haben wir Kohl und Konsorten zu verdanken...
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Den schmerzlichen Transferprozess von der kommunisten Kommandowirtschaft zu einer Marktwirtschaft wo sich die Unternehmen im internationalen Wettbewerb behaupten müssen hätte die Bevölkerung die auf dem Gebiet des SED-Staats lebte in jedem Falle auch durchlaufen müssen, egal ob nun im SED-Staat oder sonstwie.
Und wie man die Menschen daran gehindert hätte bei einem irgendwie weiter bestehenden SED-Staat das Weite zu suchen hat mir bisher auch noch niemand erklärt, denn die Zeit für Mauerbauer, Spitzel und Minenleger war abgelaufen.
Zitat von herman
... schmerzlichen Transferprozess.... kommunisten Kommandowirtschaft....Marktwirtschaft....Unternehmen im internationalen Wettbewerb behaupten ....SED-Staats.... SED-Staat ....
....SED-Staat .... Mauerbauer, Spitzel ... Minenleger....
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Ganz besonders "schlauen Leuten", welche weder wissen, wie man in der DDR, "rechts" und "links" geschrieben hat, empfehle ich das hier, http://www.icestorm.de/index.php?option=...&searchword=ddr, insbesondere ist es den "Leuten" zu empfehlen, welche dem Begriff ERINNERUNG nicht mehr haben DÜRFEN, oder besser gesagt, nicht mehr haben WOLLEN!!!!
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Zitat von mutterheimat
Ganz besonders "schlauen Leuten", welche weder wissen, wie man in der DDR, "rechts" und "links" geschrieben hat, empfehle ich das hier, http://www.icestorm.de/index.php?option=...&searchword=ddr, insbesondere ist es den "Leuten" zu empfehlen, welche dem Begriff ERINNERUNG nicht mehr haben DÜRFEN, oder besser gesagt, nicht mehr haben WOLLEN!!!!
In Antwort auf:
Der Lebensstandard der DDR-Bevölkerung hätte um 30 Prozent gesenkt werden müssen. Das hätte eine Verdreifachung der Mieten und eine massive Erhöhung der Energiepreise bedeutet. Auch eine Straßenbahnfahrt für 20 Pfennige wäre nicht mehr drin gewesen. Aber das hätte einen Aufstand gegeben.
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