mein sohn hat auch in stuttgart jugendweihe gemacht über den freidenkerverband, die organisieren das auch recht schön, leider nicht so viel interesse wie man es aus "ossiland" kennt, in zwei jahren ist unsere tochter dran, da muß ich mich langsam mal informieren, die veranstaltung kommt immer nur zustande wenn genügend inter. da sind,
mind. drei sollten es sein besser mehr...
conny
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So ganz verstehe ich das Festhalten an dieser Jugendweihe nicht. Auf der einen Art beklagen viele, das sie nur schwer in Kontakt mit den "Dagewesenen" kommen. Auf der anderen Art sorgen sie mit dem Festhalten an alten Riten dafür, das die Kinder ausgegrenzt werden, über die man auch Kontakte zu den Einheimischen knüpfen könnte. Ich fand die Konfirmation meines Sohnes um einiges feierlicher, als meine eigene Jugendweihe, wo man dieses komische Buch überreicht bekam, dessen Inhalt man nie las.
Ich habe meinen Sohn mit 10 Jahren selbst entscheiden lassen, was er möchte. Er hat sich damals, auch wegen seiner Schulfreunde, für den Religionsunterricht entschieden. In der Folge wollte er dann auch getauft werden und absolvierte die Konfirmation. Heute mit 17 geht er zwar sonntags nicht in die Kirche, ist aber trotzdem ein religiöser Mensch. Wenn er persönliche Probleme hat, besinnt er sich auf einmal wieder auf den Glauben.
Ich konnte ihm das nicht vorleben, weil ich wie viele Ostdeutsche durch und durch ein Atheist bin.
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Wie Du schon schreibst Weilheimer es ist eine Glaubensentscheidung und deshalb soll jedem die Freiheit gegeben sein nach seinen Ansichten zu entscheiden und nichts anderes. Die Jugentweihe gab es schon vor DDR Zeiten. Die Konfirmation ist ein Bekenntniss zu einem Wesen was existent sein soll aber bis jetzt von keiner Kirche bewiesen wurde und wie viel Unheil wurde schon im Namen der Kirche angerichtet.Bevor mann Menschen umbrachte wurde und wird zu Gott, Mohamed oder Ahla gebetet.Ich kenne etliche die nicht an Gott glauben aber in ihrem Leben christliche Werte
vorleben.Und nur um hier Kontakte zu knüpfen gebe ich meine Überzeugung nicht auf!!
" wie dus machts ist egal-falsch ists alle mal"
Musst du auch nicht Kirschli. Heuchelei ist mir ein Graus !!
Hier im Norden werden von den Humanisten jedes Jahr Jugendweihen angeboten und auch immer mehr genutzt.
Jeder nach seiner Fasson sage ich immer. Liebe, Freundschaft und Glauben kann man nicht erzwingen.
Schlawine
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Schlawine wir sind wieder mal einer Meinung
" wie dus machts ist egal-falsch ists alle mal"
Zitat von Weilheimer
So ganz verstehe ich das Festhalten an dieser Jugendweihe nicht. Auf der einen Art beklagen viele, das sie nur schwer in Kontakt mit den "Dagewesenen" kommen. Auf der anderen Art sorgen sie mit dem Festhalten an alten Riten dafür, das die Kinder ausgegrenzt werden, über die man auch Kontakte zu den Einheimischen knüpfen könnte. Ich fand die Konfirmation meines Sohnes um einiges feierlicher, als meine eigene Jugendweihe, wo man dieses komische Buch überreicht bekam, dessen Inhalt man nie las.
Ich habe meinen Sohn mit 10 Jahren selbst entscheiden lassen, was er möchte. Er hat sich damals, auch wegen seiner Schulfreunde, für den Religionsunterricht entschieden. In der Folge wollte er dann auch getauft werden und absolvierte die Konfirmation. Heute mit 17 geht er zwar sonntags nicht in die Kirche, ist aber trotzdem ein religiöser Mensch. Wenn er persönliche Probleme hat, besinnt er sich auf einmal wieder auf den Glauben.
Ich konnte ihm das nicht vorleben, weil ich wie viele Ostdeutsche durch und durch ein Atheist bin.
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Ich würde, einfach um die Ausgrenzung meiner Kinder zu vermeiden, die Konfirmation wählen. Wirklich schaden kann sie eigenlich auch nicht. Es ist Unsinn, hier irgend eine Weltanschauung verteidigen zu wollen - am Ende auf Kosten der Kinder. Manchmal ist es eben doch besser, mit dem Strom zu schwimmen
DeuschLehrer
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Also ich wohne auch im katholischen Ba-Wü und ich staune über eure Aussagen, meine Kinder hatten nix, keine Konfirmation, keine Jugendweihe und fast kein Reli.
Mein Sohn ist nur zum Reli in der 2/3.Klasse gegangen, weil ich es nicht übel fand, dass er davon was mitbekommt, bei mir gehört das zur Allgemeinbildung. Es bereitete ihm viel Freude und er brachte gute Noten darin.
Ich selbst bin Erzieher, mich würde auch kein kirchlicher Träger nehmen, aber das erwarte ich auch nicht, denn ich könnte eben keinem Kind die Schöpfungsgeschichte erzählen, das widerstrebt mir.
Ich kann aber toll die Weihnachtsgeschichte mit all ihren anderen Geschichtlein, ob Martinslegende oder Nikolauslegende erzählen und selbst die brutale Ostergeschichte vermittle ich.Ich bin Atheist, aber ich denke, dass das gesamte deutsche Kulturgut mit samt seiner Religion, seinen tollen Volkslieder, genau wie die deutsche Sprache immer mehr vernachlässigt werden ,das finde ich so schade.
Aber ich muß Ba-Wü da ein Kompliment machen, ich hatte zuerst große Angst, dass ich als Atheist ausgegrenzt werde, aber das ist überhaupt nicht der Fall und bei meinen kirchlichen Kollegen und den Pfarrern und Pastoren, mit denen ich schon viel zu tun habe, stoße ich nur auf Achtung und Respekt.
Vielleicht habe ich auch nur großes Glück, aber das glaube ich nicht, Menschen sind nun mal unterschiedlich, egal ob positiv oder negativ besetzt.
Meine Kinder hätten sich beide zum Glauben bekennen dürfen,wollte aber keiner, trotzdem haben sie immer den Glauben ihrer Freunde geachtet.
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Paminchen, so sehe ich das auch. Meine Kinder haben am Religionsunterricht teilgenommen. Die Große und die Kleine mit viel Freude, weil man da schnell mal ein 1 abkassieren konnte.Meine Mittlere hat sich in der 9. Klasse für Werte und Normen entschieden und das war für uns in Ordnung.Sie ist evangelisch konfirmiert, hat sich aber in letzter Zeit an eine baptistische Gemeinde angeschlossen. Auch das ist für uns in Ordnung, so lange wir nicht merken, dass irgendein Druck ausgeübt wird.
Die Freunde unserer Kinder sind katholisch, evangelisch, Atheisten o.a. und das kümmert keinen.
Der Sohn meiner Freundin (Wessi) hat an einer Jugendweihe der "freien Humanisten" teilgenommen.Kein Mensch hat ihn deshalb ausgegrenzt.Die Feierstunde war meiner Meinung nach jugendgerechter als die Konfirmationen bei uns.Es hat mir sehr gut gefallen zumal das ganze politische Gequatsche was es früher gab ja heute nicht mehr stattfindet.
Ich habe versucht meinen Kindern ohne Zwänge wie regelmäßige Kirchgänge o.ä. meinen Glauben zu vermitteln.Jetzt sind sie alt genug sich ihre eigene Meinung zu bilden und wenn sie in eine andere Richtung gehen wollen dann bin ich werde sauer noch enttäuscht.Glücklich sollen sie werden und zwar auf ihre Art.Wichtig ist mir nur, dass sie die Meinungen und den Glauben anderer respektieren.
Schlawine
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Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen Pamina und Schlawine.
queeny
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Aufrichtig sein und ehrlich bringt Gefahr.
Shakespeare
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Zitat von DeutschLehrer
Ich würde, einfach um die Ausgrenzung meiner Kinder zu vermeiden, die Konfirmation wählen. Wirklich schaden kann sie eigenlich auch nicht.Es ist Unsinn, hier irgend eine Weltanschauung verteidigen zu wollen - am Ende auf Kosten der Kinder. Manchmal ist es eben doch besser, mit dem Strom zu schwimmen
DeuschLehrer
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@ conny 1310 ich habe gerade deine meinung gelesen und stehe voll hinter deinen aussagen, ich habe hier meinen arbeitsplatz auch nur bekommen weil unsere heimcheffin einen bettelbrief an die obrigkeit geschrieben hat , von wegen arbeitslose frau kommt aus dem ossten ,na sie wissen schon, in diesem sinne usw. ich fand das schon sehr beschämend, nicht etwa sehr gut für diesen beruf geeignet usw. was ich eigentlich erwartet hätte und so was nennt sich christlich?
" wie dus machts ist egal-falsch ists alle mal"
Aber ja Kirschli, das ist christlich. Du wurdest aus Nächstenliebe und christlichem Mitgefühl eingestellt, nicht, weil Du für die Arbeit die beste Qualifikation mitbringst.
Mein Sohn hatte weder Jugendweihe, noch Konfirmation oder Kommunion. Jugendweihe war hier nicht möglich, weil es noch kaum Interesse daran gibt und etwas kirchliches kam für ihn nicht in Frage. Schon gar nicht, wenn es eine Taufe und den Eintritt in die Kirche bedeutet hätte.
Ausgegrenzt wurden wir aber wegen unserer Einstellung nicht. Ich habe nur festgestellt, dass Gläubige nicht verstehen können, wie man ohne den Glauben an Gott leben kann, besonders ohne den Glauben an Paradies und Auferstehung.
LG
Sachsenstolz
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Das habe ich auch festgestellt, vor allem ältere Leute sind manchmal ganz entsetzt, was eure Kinder sind nicht getauft? Was macht ihr denn dann mal...? - bin ich schon gefragt worden. Sie können sich was anderes gar nichz vorstellen. Das man ohne einen Glauben an ein höheres Wesen auch ein ganz normales, glückliches (vielleicht mehr wissendes) Leben führen kann.
Aber Ausgrenzung gab es nur sehr wenig was ich unteranderem darauf zurückführe das wir auch konsequent zu unserer Meinung stehen. Das wird dann doch respektiert auch wenn sie es nicht verstehen.
conny
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