altberlin, deshalb wird in den Medien kaum davon gesprochen, wie der Osten für den Westen produzierte (teils unter krassen Bedingungen), aber niemand erfahren durfte, wo die tolle Ware aus dem Katalog wirklich herkam. Und auch heute existieren viele Produkte - teilweise unter West-Firmenmarke, die es überlebt haben - also kann es ja so schädlich nicht gewesen sein.
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Dann hätte ich aber gerne mal ein paar Firmen und Produkt-Namen gerne hier gelesen.....
Übrigens: der Westbürger hat weitgehend davon sicherlich nichts gewusst bis auf ein
paar ausnahmen und das war auch nur ein paar Jahre vor der Wende.......
wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.
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Zitat von altberlin im Beitrag #30
sondern es gab auch hochmoderne weltmarktfähige Unternehmen.
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Ich habe keine Lust der werten Leserschaft, die sich großteils aus chronischen DDR-Gegnern rekrutiert, die Wirtschaftsleistung der
guten DDR-Betriebe zusammenzusuchen. Das nicht jeder Betrieb, jedes Kombinat Weltniveau hatte, ist unbestritten, aber alles generell als
Schrott abzutun ist zu einfach.
Wahrscheinlich hat die DDR in alle Welt exportieren können, weil alle Länder nicht auf Qualität geachtet haben, sondern nur geordert
haben, weil es eben billiger Murks war.
Nur leider gab es nach der Übernahme von Neufünfland die unliebsame Konkurrenz im Osten, also wurde großzügig erst übernommen, dann abgewickelt.
Soll mir keiner erzählen, alle Produkte wären Müll gewesen, die haben oft länger gehalten als der heutige Kram.
.
Zitat
Mehr als 100 Westfirmen stellten ihre Markenartikel auch in DDR-Kombinaten her, von Hautpflegecreme (Nivea) und Autoradios (Blaupunkt) über Batterien (Varta) und Miederwaren (Triumph) bis zu Zigaretten (BAT) und Pralinen (Trumpf).
Zitat
Von einer maroden DDR-Wirtschaft hat der Produktionsfachmann jedenfalls nichts gemerkt. „Auch die Ausstattung der Betriebe war top. Von der Produktionstechnik her war die DDR auf dem gleichen Niveau wie wir.
aus http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt...6a51fa2a9f.html
vorwärts immer, rückwärts nimmer
E.H.
Daneel, Multicar hat damals alle möglichen Hersteller von Motoren angeschrieben. Die haben auch alle ganz brav geliefert. Bestimmt um den zu helfen. Oder witterten die doch bloß einen neuen Absatzmarkt?
Geh einfach mal den Joynt venture (richtig geschrieben?) Sektor durch. Da wirst Du die Firmen entdecken, die Du suchst. Marode Firmen haben auf dem Sektor nämlich keine rolle gespielt. Da wurde filetiert, was das Zeug hielt. Das lief größten Teils vor 90 ab.
Altberlin, auch die Wessis wurden "Dumm wie Brot" gehalten.
Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
Buhli
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Zitat von altberlin im Beitrag #34
Das nicht jeder Betrieb, jedes Kombinat Weltniveau hatte, ist unbestritten, aber alles generell als
Schrott abzutun ist zu einfach.
Jede Geschichte hat vier Seiten. Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich passiert ist.(Bruce Sterling)
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Zitat von delta im Beitrag #32
Dann hätte ich aber gerne mal ein paar Firmen und Produkt-Namen gerne hier gelesen.....
Übrigens: der Westbürger hat weitgehend davon sicherlich nichts gewusst bis auf ein
paar ausnahmen und das war auch nur ein paar Jahre vor der Wende.......
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Da will ich mal ein Unternehmen beitragen:
Druckmaschinenwerk Planeta Radebeul, es hatte z.B. zur Wendezeit in der USA doppelt
so viel Marktanteile wie die Wettbewerber Roland, Heidelberger Druck und K&B - Würzburg.
Es durfte aber nicht selbstständig werden und wurde durch die Treuhand an K&B vermittelt.
An der Technologie der Planeta und deren Namen in der Welt ist König & Bauer gesundet.
K & B hat allerdings eine gute Firmenpolitik gemacht und wußte auch was für ein Potenzial
an Fachkräften sie geschenkt bekommen hat.
Sparen heißt hungern für die Erben....
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Zitat von Smithie23 im Beitrag #37
Das bedeutet, dass man nicht sooo sehr bei Wirtschaftskrisen strauchelt, wenn man extremst von der globalen Welt abhängig ist.
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Naja, wenn ich aber an die Krise und der Kurzzeitarbeit zurückdenke, dann kann das großen Konzernen schon das Rückrat brechen. Ich meinte auch mit "regional" eher landesweit und Nachbarstädte, nicht Landkreise oder einzelne Städte. Wer sich beim Absatz zum Großteil nach Außen orientiert, da wirken politische und geographische Umstürze sehr schmerzlich und das kann dann unter Umständen nicht durch den Heimatmarkt aufgefangen werden.
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Zitat von Smithie23 im Beitrag #37Zitat von delta im Beitrag #32
Dann hätte ich aber gerne mal ein paar Firmen und Produkt-Namen gerne hier gelesen.....
Übrigens: der Westbürger hat weitgehend davon sicherlich nichts gewusst bis auf ein
paar ausnahmen und das war auch nur ein paar Jahre vor der Wende.......
JenaOptik, Halloren, Kathi Backmischungen, Fit, Florena, Rotkäppchen, Zetti ... fallen mir da spontan ein !
Und delta bedenke ... im Osten hat man meist Firmen, die zwar keine AGs sind und nicht zig Milliarden scheffeln und Umsatz machen, aber sehr regional ausgerichtet sind und wenn dann max. innerhalb Europa. Das bedeutet, dass man nicht sooo sehr bei Wirtschaftskrisen strauchelt, wenn man extremst von der globalen Welt abhängig ist. Man könnte quasi sagen, die Firmen sind nicht "spannend" und "sexy" aber eben bodenständig.
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Viele Produkte, Delta, fanden besonders in der alten BRD ihren Absatz. Damals gab es noch die Kaiser-Geschäfte und viele Produkte von A&P, ja auch Mehl und Zucker, massig Waren in den Versandhauskatalogen bis hin zu Farbfernsehgeräten aus Staßfurt. Alles Produkte aus der DDR. In der Firma, in der ich arbeitete, wurden Hydraulikerzeugnisse hergestellt und Pumpen in verschiedenen Ausführungen und Größen. Davon wurde ein nicht unerheblicher Teil in den Westen verkauft.
Der Wessi wusste das meist nicht, es interessierte auch nicht, denn Wessi wollte nur billig, wie heute alle.
Die Sehnsucht reist weit durch's Universum bis in die Unendlichkeit.
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Ich dachte es geht aus meinem Text hervor, dass ich mit konkurrenzfähig auch meine, sie konnten wirtschaftlich, also gewinnbringend hergestellt werden. Das es Produkte gab, die durchaus technologisch bzw. innovatiov auf dem Weltmarkt waren, bestreite ich keinesfalls, z.B.: bestimmte Spezial-Schiffe der Neptun Werft waren auch anderswo gefragt und begehrt, durften aber nur an den großen Bruder verkauft werden, für konvertierbaren Rubel *hust*
JenOptik ist für mich eher ein Beispiel, wie ein Betrieb zu 51 % vom Westen übernommen und erstmal umgekrempelt wurde. Was das betrachten von Fakten mit chronischem DDR-Gegner zu tun hat, will ich nicht erkennen, ich habe in der DDR erlebt, gute und schlechte Tage dort gehabt, aber es ist in Ordnung, dass sie weg, und ich denke das dürften die meisten die auch in der DDR gelebt haben so sehen.
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Zitat von queeny im Beitrag #42
Viele Produkte, Delta, fanden besonders in der alten BRD ihren Absatz. Damals gab es noch die Kaiser-Geschäfte und viele Produkte von A&P, ja auch Mehl und Zucker, massig Waren in den Versandhauskatalogen bis hin zu Farbfernsehgeräten aus Staßfurt. Alles Produkte aus der DDR. In der Firma, in der ich arbeitete, wurden Hydraulikerzeugnisse hergestellt und Pumpen in verschiedenen Ausführungen und Größen. Davon wurde ein nicht unerheblicher Teil in den Westen verkauft.
Der Wessi wusste das meist nicht, es interessierte auch nicht, denn Wessi wollte nur billig, wie heute alle.
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Zitat von delta im Beitrag #44
Übrigens: ich kann mich noch erinnern, wie Pakete für die Brüder und Schwestern mit Lebensmittel und Kleidung und wenn möglich auch Westgeld gesammelt wurden, auch Zucker und Mehl war gefragt.
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