Zitat von WeilheimerZitat von De Stralsunner
...ich mag Hessen aber falls ich irgendwann einmal
in Rente bin werde ich in meine Heimat zurückkehren und dort aus
ganz gepflegt den Löffel abgeben!
Das habe ich eigentlich auch so vor, zurück in die Lausitz. Allerdings wenn man länger darüber nachdenkt, kommen doch schon Zweifel. Von der Ferne aus, kann man nur sehr schwer solch enge Kontakte pflegen, um in der Heimat sich auch heimisch zu fühlen. Will man als 67-Jähriger, wenn man es erlebt, wirklich in eine Gegend gehen, welches zwar die Heimat ist, man aber niemanden mehr kennt? Ehrlich gesagt, auf Verwandte würde ich mich nicht verlassen wollen, man kann da sehr enttäuscht werden.
Ich habe auch vor, als Rentner wieder in die alte Heimat, oder zumindestens in den Norden(!), zurück zu kehren. Das liegt vor allem am Meer. Kontakte entstehen auch dort wieder, wenn alle alten abgebrochen sind. Ich weiß nicht ob Binnenländler wie Sachsen, Thüringer, Berliner/Brandenburger und Anhaltiner, dass ebenso empfinden, da das Meer ja nicht so einfach in der Fremde zu kompensieren ist. Ich teile nicht in Ost und West sondern in Nord und Süd, und bin halt ein Nordi, wobei ich das schon immer sehr in Meernähe angesiedelt sähe. Und das maritime verbindet stärker, als zum Beispiel eine gemeinsame Ossivergangenheit. Die Sprache und Mentalität ist zweischen Rostocker und Hamburger ähnlicher, als als zwischen Rostocker und Dresdner oder Hamburger und Münchner.
Ich will ans Meer zurück, ein letzter Blick
Spüren, wie der Wind mir Flügel gibt
Ich will ans Meer zurück, dort wo das Glück
Mich endlich wieder in die Arme nimmt
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Zitat von Motschekiepchen
gibt es eigentlich ein "Ossidialekt"????. Es gibt das Bayrische und das Berlinerische, das Sächsisch u.s.w. Es ist doch ganz normal, das man sich der Sprache anpasst, wenn man aus seiner Heimat wegzieht. Bei mir ist schon die halbe Familie nach München gezogen und es ist ganz unterschiedlich, wie sie sich der dortigen Sprache angepasst haben. Ich bleib bei meinem Halleschund freu mich wenn ich meine "bayrische" Familie wieder sehe und erst recht höre. Denn das ist dann ein richtiges gaudi.
Hier mal was Hallesches: "Iss dich rund und dicke, steck dir aber nichts in die Ficke". Mal sehen, ob jemand rausfindet, was das heißt, wenn ich das nächste mal wieder reinschau.
Also die "Ficke" müßte die Tasche sein. Meine Frau kommt aus Halle/S.
Falls wir das Rentenalter erreichen gehts auf alle Fälle wieder zurück nach Sachsen oder nach Sachsen Anhalt !!!!!!!!!!!!
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Ich bin einfach mal froh, dass ich hier so glücklich bin, habe mich noch nie mit dem Gedanken getragen wieder zurück zu gehen, habe mir damals aber auch Gedanken gemacht als ich hier her ging, ich wollte ne neue Heimat aufbauen. Toll, dass mir das gelungen ist,außerdem sind doch meine Kinder hier zu Hause, da denke ich keine Sekunde dran so weit wegzugehen,.......keine Sekunde.
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Zitat von BesserWessi0815
wer von Euch kennt ne halve Hahn??
So was ähnliches wie dürrer Hund (schwächliche Gestalt)
Zitat von altberlin
So was ähnliches wie dürrer Hund (schwächliche Gestalt)
gaaaanz falsch!
gibt's aber auch in altberlin und hast Du bestimmt schon in der Hand gehalten
auf ein neues!
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Halver Hahn heist eigentlich "halber Hahn", aber im Rheinland ist damit ein Roggenbrötchen mit Käse dazu gemeint.
Danke BesserWessi, wieder was gelernt.
Ist aber für nicht Rheinländer schon mindestens ne 30.000 Euro Frage.
Viele Grüße
JoeSachse
Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken. (Goethe)
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und der Gewinner der 300.000€ Frage isssss: joesachse
die Antwort war richtig:
Es lohnt in diesem Zusammenhang auch ein Blick nach Thüringen und Sachsen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Halver_Hahn
Herzlichen Glückwunsch!
(übrigens war dies die Frage während meines Werksstudentendaseins zu Hause, weil ich kein Rheinisch sprechen kann - aber verstehen
die Kollegen wollten mir nicht glauben, dass ich hier zu Hause sei - also die Testfrage[n] ... ALLE bestanden ;-))
JFK: "ich bin ein Bärlinär" ...
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Zitat von BesserWessi0815Zitat von altberlin
So was ähnliches wie dürrer Hund (schwächliche Gestalt)gaaaanz falsch!
gibt's aber auch in altberlin und hast Du bestimmt schon in der Hand gehalten
auf ein neues!
In Berlin sagt man "du halber Hahn", ich werds wohl wissen.
ach so: nachtrag:
meine Mutti hat ihren niederrheinischen Dialekt von der (holländischen Grenze) auch in den letzten 60 Jahren nicht abgelegt -
obwohl wir immer viele (deutschsprechende) Austauschschüler/-lehrer zu Gast hatten, aber die hätten die "Ureinwohner" vom bayerischen Wald auch nicht verstanden so wie die meisten deutschen auch nicht
also: warum sollte irgendjemand überhaupt seinen Dialekt ablegen?
meine Tante ist vor 45 Jahren nach Wien verheiratet, sie äfft die Wiener nach und diese haben ihren Spaß dabei
... vielleicht reicht es aus, dass man weiß das Schrippen, Brötchen und Rundstücke irgendwie das gleiche sind.
Lustig ist, dass die Brandenburger unsere "Berliner" als Pfannkuchen bezeichnen.... hihi ...
und unsere Pfannekuchen heissen dort Eierkuchen - das ist vielleicht etwas verwirrend für Fremdsprachler,
hallo altberlin,
die Frage lautete aber nach "halver" und nicht "halber" Hahn
P.S.: alte Berliner, also die vom Vortag, gibbet bei uns zum halben Preis - scherzle
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Ja ja , und Eierschecke heißt Käsekuchen ,
Gehacktes Mett und Kinder Pänz .
Völlig krass finde ich die rheinische Bezeichnung für Schulanfänger- i-Dötzchen .
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Weitestgehend behalten, denn es gab keinen Ossidialekt, sondern für die verschiedensten Dinge aus den verschiedensten Gründen andere Worte oder Bezeichnungen.
Manches hat auch der Westen geändert, was früher gesamtdeutsch war. Beispiel Schraubenzieher (unlogische Bezeichnung, aber jeder kannte ihn). Seit ein paar Jahren Schraubendreher, sachlich richtig, aber...
Im Osten war Versammlung, hier ist es ein Meeting, und so geht es fort.
Was die Dialekte anbelangt, die sind geblieben, denn die sind nicht politisch begründet, sondern regional.
Oder spricht ein Bayer jetzt nach der Einheit hochdeutsch ?
Menno altberlin, wir beede sprechen den coolsten Dialekt dens gibt, ich liebe Dialekte, finde es toll, dass man oft die Leute zuordnen kann und hoffe, dass sie sich noch lange erhalten bleiben.Kehrwoche meckert jetzt wieder, denn ick bin keen Berliner, aber wir Uckermärker sprechen nunmal den Dialekt, unser Urvater war wohl halt aus der Hauptstadt
Ich finde es einfach faszinierend, dass keiner auf die Idee kommen würde Schlawine oder mich in Schwaben einzubürgern, denn dialektmäßig sind wir zwei eben Norddeutsche und dann bestimmt wieder total verschieden,
Schlawine spricht bestimmt FAST hOCHDEUTSCH, ich dagegen das BLANKE kODDERDEUTSCH. Ist doch aber so interessant,oder? Klar spreche ich jetzt auch aus Faulheit berufsmäßig ein paar Worte wie die Schwaben.
Also mein Lieber, genieße die große tolle Vielfalt......
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Wie ist es bei euch mit den Uhrzeiten ? Hier versteht niemand z.B. Viertel Fünf oder Dreiviertel Fünf. Ich mußte mich hier anpassen, denn mich hat fast niemand verstanden. Jetzt sage ich 15 nach Vier oder 15 vor Fünf. Auch finde ich es mit dem Samstag gut. Als ich in meiner alten Heimat war, sprach jeder von Sonnabend.
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Ich denke, Passagen oder einzelne Worte fremder Dialekte, wenn man in einem dazu gehörenden Gebiet lebt, sagt man oft schon aus Jux, innerlich lacht man über solche Sprachverdrehungen, zB wa machsch (was machst du, oder wo bisch, wo bist du, oder noch eins, du kooscht net für du kannst nicht. Als Berliner in Schwaben immer ein Grund zu piesacken(pieken, sticheln, berlinerisch).
Ganz zu schweigen von den ewigen Verkleinerungen, man muß sich daran gewöhnen, aber nur nach außen. Ein Eimerle kann ein ausgewachsener 15 l Eimer sein und ein Kleinbus oder Transporter ist dann eben ein, na,was wohl,ein Bussle
Dafür kommt dann zurück: Icke,icke, und auch wenn man nicht unbedingt dick befreundet ist, versteht man sich.
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