Einen Bericht der "The Associated Press" fand ich heute auf Yahoo: Ost- und Westdeutsche sind sich immern noch fremd. Was sagt Ihr dazu (den Bericht kopiere ich nicht, weil das © nicht bei mir liegt)?
http://de.news.yahoo.com/1/20081204/twl-...er-1be00ca.html
Ich persönlich bin doch noch etwas anderer Meinung... kann mich allerdings irren. Aus diesem Grund wollte ich gern Eure Meinung dazu hören.
LG und Entschuldigung, dass ich so lange nicht im Forum war, doch der Aufbau des eigenen Radios hat eine Menge Zeit gekostet.
Eurer MaskGirl
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Hallo!
Dass sich Ost- und Westdeutsche fremd sind, kann man eigentlich im Allgemeinen nicht mehr sagen (Ausnahmen gibt es sicher immer noch): Fast alle aus dem Osten waren schon im Westen, viele arbeiten oder studieren im Westen, umgekehrt ist es bei denen aus dem Westen.
Und das, was noch fremd ist, ist nicht unbedingt ein Ost/West-Problem, sondern ein regionales Problem (ich bin z. B. in Ostwestfalen (also im Westen) aufgewachsen, habe aber z. B. keinen Bezug zur Eifel, zur Pfalz oder zum Saarland, waehrend mir Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg relativ vertraut sind).
Ich kennen viele "Ost/West-Paare", so dass beide Seiten auch familiaer voneinander lernen - und es sit ja auch etwas ganz anderes, wenn jemand, den Du kennst, Dir aus seinem Leben erzaehlt, wie es frueher war, als wenn dies irgendein Fremder tut oder Du irgendetwas liest...
Und wer mit offenen Augen durch die Welt geht, keine Vorurteile pflegt (bzw. bereit ist, seine kleinen Vorurteile zu breichtigen), der kommt ueberall klar - ich habe in Ostwestfalen (NRW), der Oberlausitz (Sachsen), Unterfranken (Bayern) und Schwaben (BaWue) gelebt und laengere Zeit bzw. oft in Niedersachsen, Brandenburg und Oberbayern gearbeitet: Alle Regionen haben ihre kleinen Eigenheiten, ihre Reize, ihre Besonderheiten...
Besten Gruss
BautznerSenf
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Wenn jemand eine Studie in Auftrag gibt und bezahlt, werden irgendwelche Ziele dabei verfolgt, welche das sind bleibt oft verborgen und ob es bei so einer Studie mit rechten Dingen zu geht, kann man nicht nachprüfen.
Ich bin auch der Meinung das sich die Deutschen in Ost und West in den letzten rund 20 Jahren näher gekommen sind. Für einen heute 17-jährigen ist die Ost-/West-Teilung kein Thema mehr, es gibt andere wichtigere Probleme für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Ein großes Problem mit der deutschen Einheit hat meiner Meinung nach die Generation Ü50. Dieser Generation ging es besonders im Westen materiell immer sehr gut (natürlich gibt es auch Ausnahmen) nun wo der Wohlstand schwindet, wird ein Schuldiger gesucht und das ist dann der Ossi, der hier im "Westen" arbeitet und den Einheimischen den Job wegnimmt, anstatt zu Hause Hartz 4 zu empfangen und den Staat auf der Tasche zu liegen.
Nebenbei gesagt machen Ostdeutsche im Westen in der Regel Jobs, wo die Einheimischen noch vor 15 Jahren die Nase gerümpft haben, sei es im Einzelhandel, in der Pflege oder Arbeiten in Schichten und sehr oft auch nicht besonders gut bezahlt. Mir ist auch kaum ein Ostdeutscher im Westen bekannt, der eine Führungsposition inne hat. Mir ist es bei meinem alten Arbeitgeber in Westdeutschland so ergangen, das ich zwar die Arbeit eines Filialleiters gemacht habe, diese aber nie bezahlt bekommen habe. Es hieß dann immer, sie müssen sich bewähren und dann ist irgend ein Einheimischer in diese Postion aufgerückt.
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ganz so kannst du es auch nicht sagen, mein mann hat erst wieder durch west-pendelei in seinen eigentlichen anstudierten job reingefunden, nachdem er 5 jahre zuvor im osten artfremd gearbeitet hat, also nix mit tüddeljob. das du als ossi nicht unbedingt in die top-führungsriege von eingefleischten westfirmen kommst, das kann ich mir auch vorstellen, da uns der passende "stallgeruch" fehlt, unsere biografie fremd ist, wer wird schon vorstandsvorsitzender im westen wenn er als kind jungpionier war und zu pos ging und ins ferienlager fuhr bzw. jugendweihe hatte . oder gründest im westen nen eignes unternehmen als ossi und wenns läuft, dann schlägt dir der neid entgegen
vor denen hab ich hochachtung, die mit 4 koffern ohne alles im westen ankamen als ostflüchtlinge und sich dann ohne seilschaft in der richtung hochgeackert haben, sowas gibts.
ne sorry, die leute hier ticken ne spur anders, es IST! so, da gibts situationsbedingt völlig andere denkweisen und auch wertigkeiten, das hat nix mit vorurteilen zu tun, oder scheuklappen. ich kann damit leben, aber wegreden braucht man solche "fremdheit" nicht.
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Zitat von kalteschnauze
da uns der passende "stallgeruch" fehlt
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In Antwort auf:
Nebenbei gesagt machen Ostdeutsche im Westen in der Regel Jobs, wo die Einheimischen noch vor 15 Jahren die Nase gerümpft haben, sei es im Einzelhandel, in der Pflege oder Arbeiten in Schichten und sehr oft auch nicht besonders gut bezahlt. Mir ist auch kaum ein Ostdeutscher im Westen bekannt, der eine Führungsposition inne hat.
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Zitat von WeilheimerZitat von kalteschnauze
da uns der passende "stallgeruch" fehlt
Dieser Begriff Stallgeruch trifft es genau
Lieber von Christo verpackt, als vom Leben gezeichnet
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Wer weiß wo und wie diese Umfragen abliefen. Ich erlebe das Fremdeln jeden Tag. Allerdings beschränkt sich das nicht auf Ost-West. Glücklicherweise betrifft das wiederum nicht alle. Jedoch fremdelt der etwas größeren Teil derer mit den ich mich über dieses Thema unterhalte. Bestätigung bekomme ich dann noch von den Schlüsseldiensten, Zeitungshändleren, sofern dies keine Urdeutschen sind, und Reinigungskräften. Das zugewanderte Personal in allen bisher von mir besuchten Super- und Baumärkten erlebt dieses Fremdeln ebenfalls. Es ist kein Vorurteil, wenn man von solchen Erlebnissen erfährt. Es wundert allerdings auch nicht. Die verschiedenen Ursachen wurden ja schon oft genannt. Das kaum ein Zugewanderter in Führungspositionen zu finden ist wurde gut mit dem "Stallgeruch" getroffen. Über den Osten hörten wir den Begriff "Seilschaften" Was meint Ihr wohl warum die Sachsen LB nicht von Sachsen gegründet wurde? Auf dem Gebiet gab es nun mal keine Seilschaften. Hätte es welche gegeben, wäre die Gründung gar verhindert worden.
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Naja, ich leb ja mit einem sogenannten "Wessi" zusammen. Ist nicht immer so einfach. Doch inzwischen hat er schon so einiges gesehen. Als er dann einen Job im Osten (wir wohnen ganz nah an der alten Grenze)annahm, da merkte er wie unterschiedlich doch auch noch heute die Bezahlung für einen doch fast gleichen Job ist, zumal die LKWs für eine westdeutsche Firma unter dem alten Ost-Namen fuhren.
Doch nun hat er so einiges näher betrachten können und versteht mich in vielen Dingen besser als früher.
Lieben Gruß
Olivia
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Wenn der Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland schon noch zu spüren ist, was meint man, wie ist dann der Unterschied zwischen Ostdeutschland und Ösiland zu spüren. Die kennen ja überhaupt nichts und glauben, wir kommen vom Mond. Und dort jemanden ins Gespräch zu bringen, bezüglich der Mentalität der Ostdeutschen und ganz besonders des Wendezeitraumes im Osten, die schütteln nur noch mit dem Kopf. Was meint ihr, wie man mich angeschaut hat, als ich erzählte, daß ich bis Frühjahr`89 unter Waffen stand. Und im Sommer´89 auf den "Befehl aus Moskau" gewartet habe. Da war aber gewaltig der Zug "abgefahren". Das gibt es doch gar nicht, du spinnst, etc. Was soll man dazu dann sagen.
Wer sind die besten Fälscher der Welt? Die Medien!!!!
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