Es wird euch allen schon aufgefallen sein,wie viele an den Wochenenden in die alte Heimat fahren.Ist ja eigentlich normal.Aber ich war regelrecht bestürzt über die Anzahl der Ost-Kennzeichen,die am Sonntag gegen 18 Uhr Richtung Hamburg fuhren!In meiner Einfältigkeit hätte ich gedacht,das hätte sich zum großen Teil erledigt.Denkste,da werden wohl nur wenige junge Leute im Osten die Stellung halten.Viele mit ordentlicher Ausbildng scheinen die Srapatzen aufzunehmen und zu Pendeln.Nummern wie PIR,RG,ZI,GR sind da keine Seltenheit.Kann man nur staunen,ich hab immer gedacht,zu viele sind schon umgezogen.
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Du glaubst nicht, wieviele Fahrzeuge mit Ostkennzeichen (meist Sachsen und Thüringen) hier in S vor Firmen stehen.
Vor kurzem fuhren 2 Männer aus Thüringen mit der Straßenbahn mit. Sie unterhielten sich auch übers pendeln. Einer davon pendelt seit 14 Jahren!!!!!!! Wahnsinn!
Renate
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Leider gehn schätzungen derzeit sogar soweit, dass jedes Wochenende über 6 Millionen von Westen in den osten pendeln, und Sonntag wieder zurück!
geht man davon aus, dass man das nicht jedes Wochenende schafft, wird die dunkelziffer sogar noch viel höher sein!
Oder wie meine Freundin (Potsdamerin die Forschungsassistentin lernte, und nun grade in Frankfurt/main ne befristete stelle hat) immer scherzhaft sagt: "Wo findet man einen Ossi am wochenende? Auf der Autobahn!"
Und sie hat keinen Führerschein, und fährt daher mit Ossifahrgemeinschaften immer hin und zurück..
Also ja, ein trauriges Bild, wenn eine Region so ausblutet...
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Es war einmal..das Leben
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Sind das 6Millionen? Ich bin immer von 500000 Pendlern aus gegangen. Nur die, die am Sonntag wieder gen Westen machen.
Renate, fahr mal Sonntag gegen Mittag von DD nach S. Da sieht es genau so aus wie auf der Hamburger Autobahn. Schön ist das nicht. Aber das Zeigt auch in welcher Masse da gute Ausbildung zu Tage tritt. Sonst würden die es auch nicht machen. Mein Onkel ist auch 14 Jahre von Zittau aus, aber wirklich jedes WE. gestartet. S,M,Freiburg, Österreich usw. Hut ab vor diesen Leuten, wenn sie der Heimat treu bleiben. Nicht so wie wir. Einfach abhauen
Buhli
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Wenn man allein in Brandenburg 1,5 Millionen verloren hat von 1990, und dafür 1,4 Millionen, meist Berliner hinzubekommen hat, dann halt ich die zahl mit 6 Millionen durchaus für realitisch, da ja selten welche komplett mit der Heimat brechen, sondern meist, wie man hier sieht, häufiger mal den osten besuchen.
Okay, der Austausch im Raum Berlin/Brandenburg, oder besser die Bevölkerungsbewegung ist eh einmalig, da 70% vor 1990 nicht in Berlin wohnten, von den jetzigen Berlinern, und in Brandenburg sind es 60%, die vor 1990 nicht in Brandenburg wohnten!
Aber Meckpomm hat auch mehr als 1 Million verloren, und Sachsen-Anhalt hat von seinen einstiegen 3 Millionen auch nur noch 2,3 Millionen (so das sie wohl auch über 1 Million minimum verloren haben), und werden 2020 unter 2 Millionen einwohner sein..
Bei Sachsen, und Thüringen sind mir die Zahlen nicht bekannt, aber sie dürften ähnlich liegen, da ja allein Thüringen wohl um die 1 million Pendler stellt, wegen der nähe zum Westen..
Also ja, ich halte die 6 Millionen für sehr realitisch, zumal ja täglich allein 600.000, die pendlerbewegung von Raum Berlin/Brandenburg ist...
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Es war einmal..das Leben
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@ Buhli
Ich fahre auch ab und an Freitags die A81, A6 oder A70, A9, A72 und Sonntags zurück und man trifft immer wieder die Gleichen.
Abhauen, wie Du es bezeichnest, würden sicher auch noch mehr von den Pendlern, aber viele haben sich mit dem Aufschwung Ost in ihrer Heimat ein Haus gebaut oder gekauft und mit viel Fleiß, Schweiß und Geld um- u. ausgebaut.
Dann kam der Einbruch bei den Ostfirmen und sie standen vor der Frage "Was nun?". Häuschen zusammenfalten und hier im Westen wieder aufklappen wie ein Pappkarton geht nicht, vermieten...wer hat im Osten schon das Geld für die Miete die Du verlangen müßtest, um zins- und kostendeckend über die Runden zu kommen...und verkaufen ohne Verlust, geschweige mit Gewinn funktioniert auch nicht. So bleibt vielen eben nur das Pendeln und nehmen in Kauf, dass ein Stück Lebensqualität verloren geht. Ich habe mich auch für die angenehmere Variante entschieden und bin "abgehauen" und ich habe es nicht bereut.
Hochachtung vor den "Wochenendheimkehrern".
Ilona
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Hi Leute,
wir fahren auch relativ "oft" nach Hause nur haben wir uns abgewöhnt Freitag´s nachmittag zu fahren da da alle nach Hause wollen und dann fahren wie die Chaoten und schon hat es krach gemacht und der Stau läßt nicht lange auf sich warten. Es ist wirklich erstaunlich was auf der Bahn Richtung Osten unterwegs ist, aber auch im Osten die Auto´s mit ihre "Wessi - Autokennzeichen". Einfach zum schmunzeln, aber auch zum nachdenken, weil wie lange soll das noch so gehen. Im Osten leben nur noch die Rentner und der Rest wo was drauf hat wandert aus. Irgendwie auch traurig.
Also laßt es euch gut gehen, eine allzeit gute Fahrt.
Grüße aus Heilbronn
@ Buhli,
wir haben ja eigentlich "nur" ne Familienzusammenführung gemacht. Unsere Mädels waren ja schon beide einige Jahre in BW.
Ich habe auch Respekt vor denen, die das Woche für Woche in Kauf nehmen. Wobei es auch großzügige Firmen hier gibt, die das Pendeln finanziell unterstützen.
Die Entscheidung muss jeder für sich treffen.
Renate
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Ich kenne nur die Zahlen. 1 Million von 1975 -1990. 1,5 Millionen von 1990 -2005.
Da sind nur die Auswanderer erfaßt. Die Pendler, die jedes WE auf der Piste zwischen zu Hause und zur Arbeitsstelle im Westen sind, beläuft sich angeblich auf ca. 500000. Werden da etwa Zahlen geschönt
Würde mich nicht wundern. Das die Wessis das ja doch besser bringen, als wir es damals gekonnt haben, wissen wir endgültig seit dem 3.10.90.
Wo habt Ihr Eure Zahlen her? Ich brauch, um den hiesigen mit Argumenten zu kommen, fundierte Infos. Die denken immer noch, daß die den Aufbau Ost bezahlen. Denn wenn Eure Angaben halbwegs hinhauen, bauen die Ossi ihren Osten selbst auf. Rechnet mal das BIP der (wirklich?)6 Millionen Pendler und das der ca.3,5 Millionen Auswanderer zusammen. Da sind schon Millarden im Spiel.
Es gibt allerdings auch ganz angetane Leutchen, wenn die über unsere Heimat berichten. Ich sag den dann auch immer wieder:"Wenn alles Geld, was in den Osten geschickt wurde, auch angekommen wäre, dann würde der Osten ähnlich wie Dubai dastehen..."
Buhli
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Konnte zwar keine Aktuelle Studie finden, aber zwischen 1989-2003 waren es schon weit mehr als 3,2 MIllionen Ostdeutsche, die in den Westen zogen!
http://www.stk.brandenburg.de/media/lbm1...e/abstracts.pdf
Und das mit den 1,5 Millionen in Brandenburg, war anfang des jahres in Radio zu hören, als es um die Verbindung und bevölknerungsentwicklung der Metropolregion Berlin/Brandenburg ging.
Auch das wir eine Komprimierung zum Speckgürtel haben, der mittlerweile weit über 1 Millionen einwohner hat, währed die Grenzregionen zu den anderen Bundesländern ehr ausbluten. Demnach leben jetzt 4,5 Millionen im Großraum Berlin ;)
Hätten wir also Berlin nicht, dann sehe es wohl noch düster aus ...
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nuja fahr schon allene 13 mal im jahr von leonbergsch nach bernsdorf o.l. und zurück
Wir versuchen schonn einmal im Monat nach Chemnitz zu kommen.
Und hier unten fahre ich nochimmer mit meinem C am Nummernschild rum und bin ziemlich stolz drauf!!!
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Mensch,
im Monat mindestens 1 mal rüber fahren - das geht doch auch ganz schön ins Geld und auch auf die Nerven, oder? Aber ist natürlich toll, wenn man so den Kontakt nach daheeme halten kann.
Mein altes Kennzeichen hab ich natürlich nicht mehr - aber dafür voller Stolz BB-HY 2003
LG Katrin
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Das ist schon teuer, aber vor nem 1 1/2 Jahren sind wir noch jedes Wochenende gefahren Entweder mein Freund nach Chemnitz oder ich nach Stuttgart. Musste ja erst meine Ausbildung zu Ende machen.
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Ja das kennen wir auch - mein Freund war schon 1 Jahr früher als ich hier - aber so lange haben wir das mit jedes WE nicht ausgehalten - das war dann einfach nicht mehr machbar. Aber echt Hut ab für alle, die das wirklich jedes We machen (müssen).
LG Katrin
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