Mich würde mal interessieren, wie ihr die Wende erlebt habt!?
Kurz zu mir: Ich bin Jahrgang 1968 und war noch von Frühjahr 1988 bis Herbst 1989 bei der NVA - der letzte Durchgang der noch die vollen 18 Monate abgebrummt hat!!! Da war ich in Bitterfeld und wir sollten über das WE 7./8. Oktober Ausgangs- u. Urlaubssperre erhalten und wurden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt! War schon ein komisches Gefühl.Wurde dann zum Glück aufgehoben für uns aber im Nachbarort Wolfen bei der NVA-Einheit haben sie den Befehl gelassen.
Ich war heilfroh, wie wir entlassen wurden.
Den Mauerfall habe ich dann verschlafen - ich war jung verliebt und wir sind früh zu Bett. Habe es erst am nächsten Tag auf Arbeit erfahren. Für mich war das eine aufregende Zeit!
Auch wenn ich derzeit arbeitslos bin muss ich sagen, durch die Wende habe ich mir Träume erfüllt, die ich wohl zu DDR-Zeiten nie erlebt hätte. (Reisen z. B.)
Schreibt ihr doch bitte mal eure Erlebnisse und Erfahrungen aus dieser Zeit!
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Schau mal in den Vergleich DDR BRD aus heutiger Sicht, alles schon vorhanden. Aufwärmen müssen wir es nun mal nicht, oder das Fahrrad das 2. mal erfinden.
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Schau bei den Mißverständnissen und Vorurteilen auf der Übersichtsseite.
Da ist ein Thread "Vergleich DDR- BRD", ist im moment der 5 oder 6 von oben.
Oder gehst in die Suche oben auf der Seite, und gibst da die Begriffe ein.
http://einladung.stayfriends.de/14861844-1230400030.html
Name: nadine
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Menno mutterheimat, sei nicht so streng zu den Neuen, wir kennen ja deine Schreibart und haben gelernt damit umzugehen, aber ihm steht dieser schwere Kampf noch bevor, du bist so ein alter Fettnäpfchentreter,grrrr.
Nala hat das so nett erklärt.
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Der 20. Jahrestag hat schon einen eigenen Thread verdient, denke ich. Deswegen mache ich hier weiter.
Als DEN Tag der Wende kann man sicher den 9.10. bezeichnen, der Montag nach dem 40. Jahrestag. Montagsdemos gabs zwar vorher und Demos gabs auch am Wochenende vor dem 9.10., aber an diesem speziellen Tag wurde entschieden, die Polizei und Kampfgruppen nicht einzusetzen. Damit ging der Tag friedlich aus und alle Demonstrationen danach dann auch.
Am Vormittag wurde meine Abteilung (im SKET) zum Chef-Chef berufen. Der erklärte "heute fahre man besser nicht zum Einkaufen in die Stadt" weil die Konterrevolution und Westmedien Unruhen anzuzetteln gedenken. Logischerweise bin ich extra ins Stadtzentrum gefahren, erst gebummelt, dann im "Zentrum Warenhaus" einen Kollegen getroffen, mit dem dann zum Magdeburger Dom gezogen. Eine unglaubliche Spannung lag in der Luft. Alle wussten, heute ist DER Tag. Keiner wußte aber, wie der Tag ausgeht, ob er im Gefängnis zu Ende geht, oder sonstwo. Der Dom war rappelvoll. Ich glaube, ich habe noch einen Handzettel, der im Dom ausgegeben wurde. An die Einzelheiten des Gottesdienstes erinnere ich mich nicht mehr. Als er zuende war, war draußen alles ruhig und Dutzendweise standen leere Straßenbahnen bereit (damit sich die Menge ja schnell verläuft). Also schnell nach Hause und den Fernseher an. In Magdeburg wurde also nicht demonstriert, wohl aber in Leipzig und anderen Städten. Ich war dann einige Wochen lang dabei, bis plötzlich Leute für die Einheit demonstrierten. Da war ich dann plötzlich bei den Gegendemonstranten...
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moin,,
Also ich weiss nicht was sich groß geändert hat,,ausser das mann nun angst haben muß um sein arbeitsplatz...
Wenn du dein Mund auf machst,dann bekommste genauso eine trauf wie vorher..
Nur jetzt heisst es,,,, glaube ich,,, Demokratie,,,wie cool..
g,MZ
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Sagen wir mal so, es geht nicht gerechter zu, aber ein Stück Freiheit haben wir gewonnen. Die Sicherheit des Arbeitsplatzes in der DDR wurde dadurch erkauft, das der Lebensstandard im Verhältnis zu heute sehr niedrig war und es gab teilweise Arbeitsbedingungen wie 1930, weil die Betriebe dank der Planwirtschaft keine Möglichkeit hatten zu investieren.
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,
also dass mit der "Freiheit" versteh ich jetzt nicht ganz. Und dass mit den Arbeitsplätzen ??
Schau mal. Ein Arbeitgeber wählt sich doch seinen Arbeitnehmer unter mehreren Bewerbern aus. Ist dass richtig ?? Und als "Wähler" bin ich doch eigentlich der Arbeitgeber der Bundesregierung. Ist dass richtig? Wer bestimmt denn das da ein Vertrag über 4 Jahre abgeschlossen werden muss ?? Warum nicht auch ein befristeter auf ein halbes jahr ?? Wenn also der Arbeitnehmer "Regierung" seine Arbeit nicht richtig macht,kann der Arbeitgeber (Wähler) kündigen,ohne das es dazu einer besonderen Erklärung braucht.
Sollst mal sehen wie die sich vieleicht ins Zeug legen. Habe ich richtig ?
MfG
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Die Kündigungsfrist der Bundesregierung beträgt 4 Jahre.
Die schönsten Träume von Freiheit werden im Kerker geträumt.
Friedrich Schiller
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Dann möchte ich aber von meinem Arbeitgeber auch einen Vertrag über 4 Jahre.Sonst fühle ich mich in meinen Rechten und "Freiheiten" echt beschnitten.
MfG
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Zitat von Weilheimer
Die Sicherheit des Arbeitsplatzes in der DDR wurde dadurch erkauft, das der Lebensstandard im Verhältnis zu heute sehr niedrig war
Mag sein, aber was ist damit schon gesagt? Heute sollen wir kaufen wie die Bekloppten, damit das System nicht zusammenbricht. Und: wie kann ein Lebensstandard höher sein, wenn er unsicherer ist, wenn es keine Garantien für alle gibt? Ich soll heute mein Geld für ein Auto ausgeben, das Sachen kann, die ich nicht will, aber mitbezahlen soll. Aber ob ich mal Rente kriege, das weiß keiner.
"Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos… Machen Jobs, die wir hassen! Kaufen dann Scheiße, die wir nicht brauchen! ... Wir wurden durch das Fernsehen aufgezogen in dem Glauben, dass wir alle irgendwann mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars… Werden wir aber nicht! Und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten…" (öfter mal wieder "Fight Club" gucken)
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Zitat von Minimal
Ich soll heute mein Geld für ein Auto ausgeben, das Sachen kann, die ich nicht will, aber mitbezahlen soll. Aber ob ich mal Rente kriege, das weiß keiner.
Also mein Auto kann außer rosten nichts, was ich nicht will. Und Rente habe ich schon.
Gruß DL
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Zitat von falke56,
also dass mit der "Freiheit" versteh ich jetzt nicht ganz. Und dass mit den Arbeitsplätzen ??
Schau mal. Ein Arbeitgeber wählt sich doch seinen Arbeitnehmer unter mehreren Bewerbern aus. Ist dass richtig ?? Und als "Wähler" bin ich doch eigentlich der Arbeitgeber der Bundesregierung. Ist dass richtig? Wer bestimmt denn das da ein Vertrag über 4 Jahre abgeschlossen werden muss ?? Warum nicht auch ein befristeter auf ein halbes jahr ?? Wenn also der Arbeitnehmer "Regierung" seine Arbeit nicht richtig macht,kann der Arbeitgeber (Wähler) kündigen,ohne das es dazu einer besonderen Erklärung braucht.
Sollst mal sehen wie die sich vieleicht ins Zeug legen. Habe ich richtig ?
MfG
.......das hättest Du mal in den Jahren vor 1988 im Ostalgie-Land versuchen sollen.
Jürgen
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Zitat von MinimalZitat von Weilheimer
Die Sicherheit des Arbeitsplatzes in der DDR wurde dadurch erkauft, das der Lebensstandard im Verhältnis zu heute sehr niedrig war
Mag sein, aber was ist damit schon gesagt? Heute sollen wir kaufen wie die Bekloppten, damit das System nicht zusammenbricht. Und: wie kann ein Lebensstandard höher sein, wenn er unsicherer ist, wenn es keine Garantien für alle gibt? Ich soll heute mein Geld für ein Auto ausgeben, das Sachen kann, die ich nicht will, aber mitbezahlen soll. Aber ob ich mal Rente kriege, das weiß keiner.
"Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos… Machen Jobs, die wir hassen! Kaufen dann Scheiße, die wir nicht brauchen! ... Wir wurden durch das Fernsehen aufgezogen in dem Glauben, dass wir alle irgendwann mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars…
Ja, aber nur wenn Du den Verstand ausschaltest. Ich bin der Meinung, das ich genau weiß was ich brauche und dem entsprechend kaufe.
Wenn Du natürlich immer das, ich nenne es mal, Untereschichten-PrivatTV guckst dann kann es schon sein das Realität & Fiktion nicht
mehr zu trennen ist.
Du hast doch sicher kein TV-Gerät aus der DDR mehr, also eins mit Fernbedienung.
Juürgen
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