Stimmt Weinböhlaer, darum die geplante Insolvenz mit Gläubigerschutz. Allerdings ändert das nichts an dem Imageproblem, was Schlecker hat. Die Kunden kaufen lieber bei DM oder Müller zum gleichen Preisen, fühlen sich aber besser dabei. Die Vermieter und die Mitarbeiter in den kleinen Läden werden vermutlich durch die Insolvenz um die Miete oder Lohn gebracht bzw. darf die Arbeitsagentur, also wir alle, ein Insolvenzausfallgeld löhnen.
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Richtig ist was Weinböhlaer schreibt
und was Weilheimer schreibt ist ebenfalls richtig, nur in diesen Fall
müßte dem Unternehmen genau auf die Finger geschaut werden, ob wirklich
kein Geld mehr verhanden ist. Das aber geschieht zu wenig nach meiner Meinung.
Schlisslich haben Arbeitnehmer eine berechtigte forderung für die geleistete Arbeit.
Ausserdem wusste fast jeder, das Schlecker schon seit Jaren in der Verlustzone
schwimmt, hier hätte schon lange reagiert werden müssen. Der Staat hat hier versagt mit
seinen Instutionen, in dem man teilweise Menschen dazu zwang sich dort Arbeit zu suchen.
wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.
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Unter dem Namen Schlecker kann man diese Drogeriekette nicht mehr weiterführen. Selbst nach einer geordneten Insolvenz gehen die Kunden nicht hin. Der Kunde braucht ein neuen Namen, ein anderes Erscheinungsbild, eine neues Management und dann könnte es vielleicht funktionieren, das Überleben des Unternehmens der Familie Schlecker.
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Ansonsten ist das alles ein ganz normaler Vorgang in der Marktwirtschaft, Wachstum und neue Unternehmen gehören genau so dazu wie Insolvenzen. Also kein Grund zur Aufregung. Und jeder, der in der Vergangenheit mal Schlecker, Rossmann und DM verglichen hat, hat bemerkt, das bei Schlecker die Zeit stillzustehen schien. Dazu kommt die negative Presse wegen der Behandlung der Mitarbeiter.
Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken. (Goethe)
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Zitat von joesachse
das bei Schlecker die Zeit stillzustehen schien
So kann man das nicht sagen, bei mir im Ort wurden zwei kleine Schleckermärkte zu einem XL Markt gemacht und der steht eigentlich einem DM Markt in nichts nach. Nur erfolgte diese Veränderung zu spät und das Image von Schlecker blieb genau so mies, sodass die Kunden auch in dem XL Markt fern blieben. Nun erst mal abwarten, was die Insolvenz bringt. Wenn die kleinen Schleckermärkte ein eigenständiges Unternehmen sind und die XL Märkte ebenfalls, dann könnte es tatsächlich so sein, das sich Schlecker elegant sich seiner Mietverträge und Mitarbeiter entledigt und einige Lieferanten werden auch in die Röhre schauen.
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Schlecker ist in Österreich nicht besser als in Deutschland
http://vbgv1.orf.at/stories/362994
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Ein Unternehmen, dass in die Insolvenz geht, oder davon bedroht ist, wird ja erst recht vom deutschen Kunden gemieden. Und Weil, nur weil im Ort aus Zwei Läden Einer gemacht wurde, macht es die Sache nicht gleich besser. Vor allem weil die XXL Schlecker dafür bekannt sind, dass die Mitarbeiter zu schlechteren Konditionen angestelltvsind.
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Smithie, es ging mir mir um die Veränderung des Schlecker Konzepts Tante Emma zu großflächigen Märkten. Wie ich gehört habe, bekamen die Mitarbeiter in den XL Märkten, nachdem die Sache durch die Medien ging, nach Tarif bezahlt. Aber wie schon gesagt, der Imagewechsel kam zu spät.
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Hallo!
Ich muss mich auch mal zu Schlecker äußern. Letztens war ich ausnahmsweise mal wieder in einem drin. Normalerweise vermeide ich es ja, aber ich brauchte dringend etwas, dass es in einem anderen bekannten Drogeriemarkt nicht gab. Ich geh da also rein, schnapp mir schnell mein Produkt und will bezahlen, da seh ich dann, dass nirgends eine Verkäuferin zu sehen ist. Kunden waren auch keine da. Dann hab ich gerufen und nach Ewigkeiten kam mal jemand aus dem Lager. Die Verkäuferin erzählte mir dann, dass sie vollkommen überfordert ist, weil sie ganz allein ist. Anscheinend wird von der Schleckerleitung erwartet, dass man alle Aufgaben im Lager erledigt und trotzdem die Kunden bedient. Es wär auch problemlos möglich gewesen, etwas zu klauen. Ich versteh die Firmenpolitik da echt nicht!
Ja, das stimmt. An die Mitarbeiter wird bei Schlecker auf jeden Fall gar nicht gedacht, auch wenn die jetzt vielleicht nach Tarif bezahlt werden. Es ist wirklich unter aller Sau!
Wir haben vor Ort einen XXL vor einem Jahr bekommen und der läuft ebenfalls nicht.
Schlecker wird nicht mehr hoch kommen, das ist gelaufen.
Warenmäßig erinnert mich das an Ausverkauf. was vorher zu viel war, ist jetzt
zu wenig. Ein sinnloses sammelsorium von Produkte steht rum.
Keine klare linie im Sortiment zu erkennen.
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Das mit der 1-Personen Filiale kenne ich von Schlecker auch. Nicht auszudenken, der Person passiert was - Schwächanfall oder Arbeitsunfall - da kommt ja stundenlang niemand zu Hilfe.
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Mensch Delta, was soll denn in einem Laden stehen, der zu einer insolventen Firma gehört? Klar, ist das eine Art Ausverkauf, Schlecker bekommt keine Ware mehr geliefert und wenn dann nur noch per Vorkasse oder Zahlung bei Übergabe. Bei der Markant einen Zwischenhändler soll Schlecker mit 250 Millionen Euro in der Kreide stehen. Wenn ein Händler keine Ware mehr bekommt, weil die Lieferanten Angst haben, das die Rechnungen nicht gezahlt werden, dann fehlt auch die Linie im Sortiment, weil kein Sortiment von Waren mehr verfügbar ist. Wo ich dir Recht gebe, aus dem Schlecker in der jetzigen Form mit den vielen Kleinstfilialen in Kleinstädten und auf dem Land wird wohl nichts mehr übrig bleiben, weil es sich einfach nicht rechnet. Für die Bewohner in den Gemeinden, gerade für die älteren ist das eine Katastrophe. Die sind nun wieder auf ihre Kinder Nachbarn, Freunde angewiesen, wenn sie eine Tube Zahnpasta oder eine Schokolade haben möchten.
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Da wird das Geschrei auch wieder groß sein, wenn die Filiale, die es doch schon seit Jahren gibt, plötzlich verschwindet, weil so ein Laden von 10 Omas, die dort ihre Zahnpasta und Shampoo kaufen nicht überleben kann. Vielleicht sollte man den Leuten, die diese Läden für selbstverständlich halten mal zeigen, wie sich die Menschen dort fühlen, welches Arbeitspensum sie haben, wenn sie alleine sind. Der Kunde sieht ja meist nicht, was hinter den Kulissen so abläuft, aber erwartet Einkaufskomfort, den sie eigentlich mitbezahlen müssten. Ich weiss, schwieriges Thema, aber das erinnert mich an eine Diskussionsrunde bei "hart aber fair", wo so eine Journalistin ganz blauäugig zum Thema Service sagt, dass der in Deutschlans immermehr verschwindet, es aber ganz plausible Ding dafür gibt. Es wird wieder so kommen, dass die kleinen Läden aussterben und wie in MeckPomm und Brandenburg, wieder ein Selbstständiger mit Transporter die Dörfer abfährt und Waren/Lebensmittel aller Art anbietet.
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Für die rund 33.000 Mitarbeiter finde ich es ja gut, daß sie jetzt für die 3 Monate bis März Insolvenzgeld kriegen.
Aber Schlecker kriegt die ca. 150 Millionen Euro dafür "gespendet", spart sich dadurch für 3 Monate den Lohn, außerdem werden auch viele Lieferanten mehrere Millionen Euro "in den Wind schiessen" können und Schlecker wird später wahrscheinlich vollsaniert ohne Reue einfach weitermachen.
> http://www.stimme.de/suedwesten/nachrich...rt19068,2356957
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