Hallöschen
Das war schon früher was schönes der zusammenhalt untereinander. Eine Sache die ich nach dem weggang so nicht mehr erlebt habe! Da ich noch öfters im Osten rumreise merke ich das dies leider alles irgend wie verloren geht oder verloren gegangen ist. Woran liegt das eurer Ansicht nach!? Habe diese Frage schon oft gestellt bei bekannten, und die meisten sagen wegen des Neides wegen. Das geht mir einfach nicht in den Kopf!!
Peppe
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Ich wohne noch auf einer Insel der Glückseligen, DDR-Platte von 1962 - entsprechend alte Bewohner und eine fast 50-jährige Hausgemeinschaft. Nur ein paar nachgezogene Enkel dazwischen, die die Wohnungen ihrer Großeltern übernommen haben (und ihre Gepflogenheiten !)
Gruß DL
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Ich lebe in einem Nest in einer Doppelhaushälfte in Ba-Wü, ich liebe hier alles, meine rechten Nachbarn (leider jetzt alt und krank) gaben mir viele Gartentipps und schnatterten öfter vom Balkon aus mit mir, meine linken Nachbarn laden mich zu Feiern ein, fahren meinen Strauchmüll weg,helfen mir alten Single, wenn ich Hilfe benötige.
Ich passe bei Bedarf auf ihre Fummel auf, feiere mit ihnen, mache Sport mit ihnen, wenn es sich anbietet, mähe ihren Rasen mit und eben alles so ,was man zur netten Nachbarschaft braucht ohne sich auf die Ketten zu gehen.
Mit den anderen Nachbarn um mich rum halte ich meine Schwätzchen,mal lauter ,mal leiser und grüßen tun wir uns alle
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@Pamina.....da hast du es aber gut getroffen. Vorallem wenn du allein lebst! Bei uns ist dies ganz anders! Die Häusschen um uns herum; Guten Tag und Guten Weg /wir wollen keine Topfguckerei und getratsche (Ich Hasse es sogar)......aber in unser Nest haben wir ein Pärrchen die den Garten pflegen wenn wir auf Reisen sind (und dies ist ja öfter bei uns der Fall!) Alles andre halte ich so am liebsten wie es mein Vater schon zu sagen pflegte; Freundlich sein und Hilfbereit wenn jemand drum bittet aber mehr nicht.
Peppe
Ps: Was allerdings mir hier immer vollkommen abgegangen ist,ist der zusammenhalt auf der Arbeit!! Das habe ich nie mehr so erlebt!!
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Die vielbeschworene Nachbarschaftshilfe war nun auch nicht überall in DDR anzutreffen und es gibt sie auch im Westen, also bei uns aufm Dorf in der Pfalz haben wir eigentlich auch nachbarschaftliche Hilfe. In der DDR habe ich diese Erfahrung nur dort gemacht, wo viele Familien der gleichen Generation zur selben zeit in denselben Aufgang eingezogen sind. Zum Ende hin in den Achtzigern ist das schon am verschwinden gewesen, da alte Mieter auszogen neue einzogen, und oftmals dann keinen Anschluss mehr an diese verschworene Hausgemeinschaft fanden. Da gab es dann den Hausvertrauensmann, der das jeweilige Hausbuch führte, und meist auch immer wieder den Kontakt der Mieter untereinander knüpfte. In Hochhäusern mit seiner vielfältigen Alters- und Sozialstruktur war es schon immer anonymer, auch in der DDR. Hauptmotiv diese Nachbarschaftshilfe entstand ja aus der Mangelwirtschaft, da man sich von geleisteten Hilfen auch eine Revanche in Form von anderer Arbeitsleistung, in Sachleistungen oder blauen Kacheln versprach. Das daneben das nachbarschaftliche Miteinander besser funktionierte war nur der positrive Nebeneffekt. Dazu fällt mir gerade ein, das man um an eine Wohnung zu gelangen, erst Arbeitsstunden ableisten musste in Form eines freiwilligen Subotniks. Diese Arbeitsleistungen konnten dann auch von anderen miterbracht werden, so das dann die Leute hierzu ihr gesamtes Arbeitskollektiv mitbrachten. Nach Einzug in die Wohnung wurde sich dann meist mit einer Grillparty bedankt....Ich schweife ab..schönen Tag.
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Ich will ans Meer zurück, ein letzter Blick
Spüren, wie der Wind mir Flügel gibt
Ich will ans Meer zurück, dort wo das Glück
Mich endlich wieder in die Arme nimmt
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peppe
klag nicht, dafür hast du grenzenlose freiheit bekommen
ob du sie dir allerdings leisten kannst, steht auf einen anderen papier, glaub einen alten wessi was.
kapitalismus läßt nun mal gewisse dinge nicht zu, daran ist nun mal nichts zu verdienen.
freundschaften versauen das geschäft.
Ich bin das Abbild meines Gottes und folglich mache ich fehler so wie " Er ",
nur nicht so große.
@Daneel ........es gibt ein Buch Damals in der DDR von Anita Maass Sie hat genau dies daran beschrieben! In jeden Block musste in der DDR ein Stasimitglied gewohnt haben .....hat sie erzähtl als Sie ihr Buch vorstellte. Habe es bestellt, bin mal gespannt wenn das Buch kommt.
Ich persönlich habe nie in einer Platte gewohnt, von daher kann ich nicht mitreden. Aber auf den Dörfern da wusste efektiv jeder von jeden alles; na sagen wir mal fast. Was auch so ein pähnomen war das am offen erzählte wieviel man verdient.
Peppe
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Zitat von vae victis
peppe
klag nicht, dafür hast du grenzenlose freiheit bekommen
ob du sie dir allerdings leisten kannst, steht auf einen anderen papier, glaub einen alten wessi was.
kapitalismus läßt nun mal gewisse dinge nicht zu, daran ist nun mal nichts zu verdienen.
freundschaften versauen das geschäft.![]()
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Peppe
du hast den wessi witz wohl doch nicht verstanden.
kein wunder, das du schwierigkeiten hast.
hättest du die smilies richtig interpretiert , brauchtest du mir nicht die klappe verbieten.
ich wünsch dier trotzdem einen schönen tag
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Zitat von peppe
@Daneel ........es gibt ein Buch Damals in der DDR von Anita Maass Sie hat genau dies daran beschrieben! In jeden Block musste in der DDR ein Stasimitglied gewohnt haben .....hat sie erzähtl als Sie ihr Buch vorstellte. Habe es bestellt, bin mal gespannt wenn das Buch kommt.
Ich persönlich habe nie in einer Platte gewohnt, von daher kann ich nicht mitreden. Aber auf den Dörfern da wusste efektiv jeder von jeden alles; na sagen wir mal fast. Was auch so ein pähnomen war das am offen erzählte wieviel man verdient.
Peppe
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Daneel........du weisst ja ganz gut bescheid! Und wie haben die es auf den Land gemacht, gab ja auch einsame Ecken auf dem Land! Wenn ich gerade an Meckpomm denke wo teilweise aller paar Kilometer ein Haus stand!
Peppe
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Daneel schau mal.........http://www.youtube.com/watch?v=EN0LTNJYX2I so haben Sie es in einsamen Gegenden gemacht!
Peppe
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Meine Antwort auf dein "warum": die Leute im Osten sind seit zwanzig Jahren den gleichen Lebensbedingungen ausgesetzt, wie die im Westen. Deswegen ist es nur natürlich, daß sie sich unter den geänderten Verhältnissen anpassen.
Aber welches sind nun die geänderten Verhältnisse? Die Grundfrage "Freiheit oder Gerechtigkeit" wird heute anders beantwortet als in der DDR. Die Freiheit des Einzelnen ist nun das Maß der Dinge. Die Folge sind "Individualisierung" und Auflösung von Gemeinschaften. Ich empfehle mal die Artikel des SPIEGEL online Haus-Philosophen Franz Walter. Der schreibt oft über die sich auflösenden Schichten/Gemeinschaften/Parteien/Gewerkschaften im heutigen Deutschland. Auch im Westen verschwinden Gemeinschaften. Gibts auch in Buchform (z. Bsp. "Träume von Jamaika" aus 2006).
Unter den heutigen Einflüssen (vor allem auch individuellen Ängsten - denn "Jeder ist seines Glückes Schmied") ist es nicht verwunderlich, wenn es die Gemeinschaften aus der DDR nicht geschafft haben.
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das ziel ist, jeden Deutschen sich selbst zu überlassen.
aber viele haben es doch nicht anders gewollt, jetzt müssen sie
die konzequenz ziehen. für sich die grenzenlose freiheit fordern
und andere sollen in der not dann da sein.
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